Forschungen an afrikanische Nagetieren am Universitätsklinikum Essen sollen dazu beitragen, Alterungsprozesse beim Menschen verständlicher machen. Wie Forscher der Universität Duisburg-Essen herausgefunden haben, altern bei den Graumullen sexuell aktive Tiere nur halb so schnell wie ihre sexuell inaktiven Artgenossen.
Wie Ameisen und Bienen leben Graumullen in Kolonien zusammen, wobei nur ein Nager-Pärchen für die Fortpflanzung zuständig ist. Alle übrigen Kolonie-Mitglieder gehen anderen Aufgaben nach.
Nun soll die Struktur der Hautproteine der beiden Tiergruppen in verschiedenen Altersstufen untersucht werden. Für die bisherigen Forschungen wurde Philip Damman vom Tierlabor der Uniklinik Essen jetzt von der Gesellschaft für Versuchstierkunde (Berlin) ausgezeichnet, wie die Universität jetzt mitteile.
Die Essener Zoologen erhoffen von den weiteren Untersuchungen der Tierproteine Aufschluss darüber, wovon der Alterungsprozess der Tiere beeinflusst wird. Mit Hilfe der Analyseergebnissen wollen sie dann das Altern von Menschen näher ergründen.
Das besondere bei dieser Forschungsreihe: Weil die Haut der Graumullen sich ständig erneuert, muss kein Tier für die Untersuchungen getötet werden.
dpa/gps





