Depressive Menschen erkranken eher an Herzproblemen oder Diabetes. Umgekehrt neigen Herz- oder Diabetespatienten verstärkt zu Schwermut.
In einer Studie verteilten Mediziner der Universität von Washington 214 Herz- oder Diabetes-Patienten, die gleichzeitig eine Depression hatten, auf zwei Gruppen: Eine Hälfte wurde konventionell behandelt, bei den übrigen koordinierten Fallmanager die ärztliche Betreuung. Sie legten zusammen mit Patienten und Ärzten Therapieschritte fest, prüften, ob einzelne Ziele erreicht wurden, und passten die Behandlung an die jeweilige Entwicklung an. Dabei sollten sie zu ehrgeizige Vorgaben vermeiden, um die Patienten nicht zu entmutigen.
Mit diesem Ansatz hatten die Teilnehmer nach einem Jahr günstigere Werte von Blutzucker, Blutfetten und Blutdruck sowie eine bessere Stimmung. „Jeder dieser vier Krankheitsmaßstäbe hängt bei Diabetes und Herzkrankheiten mit einem höheren Risiko für Komplikationen und Tod zusammen", sagt Wayne Katon, der die Studie im „New England Journal of Medicine„ vorstellt.
dapd/cl





