Die Bundeswehr will den Einsatz von Robotern ausweiten: „Es ist besser, einen Roboter zu gefährden, als einen Soldaten“, sagte der stellvertretende Inspekteur des Heeres, Günter Weiler, am Montag im unterfränkischen Hammelburg. Drohnen seien schon jetzt im Einsatz, der nächste konsequente Schritt seien unbemannte Landsysteme, sagte Weiler bei der Eröffnung der dritten europäischen Leistungsschau für militärische Robotik „Elrob 2008“.


Er unterstrich die Bedeutung der Systeme speziell bei der Aufklärung und dem Aufspüren von Sprengstoffen und Gasen, der Konvoibegleitung und bei der Rettung. „Es gibt keine Planungen für waffentragende Systeme“, betonte Weiler. Ziel müsse es sein, den Schutz der Menschen zu verbessern, die in aller Welt den Frieden sichern. Roboter könnten die Einsatzkräfte aber nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.


Bei der „Elrob 2008“ in Hammelburg präsentieren derzeit 25 Entwicklerteams aus neun europäischen Ländern sowie 50 Aussteller den aktuellen Stand der militärischen Robotik-Technik.

Die Fahrzeuge in allen Größen und Varianten werden auf verschiedenen Testparcours zu Land, zu Wasser und in der Luft vorgeführt. Sie sollen sowohl Wege, Hindernisse, Munition als auch Personen identifizieren oder umgehen können. Ziel der Leistungsschau sei es, die Frage zu klären, ob Roboter in absehbarer Zeit Soldaten in ihren Einsätzen effektiv unterstützen könnten, sagte Weiler.

Die ELROB 2008 solle den Stand der Entwicklungen von unbemannten Robotersystemen aufzeigen und Technologieentwicklungen fördern. Dabei würden Aufklärungs-, Transport-, Kampfmittelabwehr- und Sicherungsszenarien durchgespielt.

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