Kurz nach dem Start des bislang leistungsstärksten russischen Nachrichtensatelliten "Express AM-4" am späten Mittwochabend ist die Verbindung zu dem mit europäischer Hilfe konstruierten Raumflugkörper offenbar abgerissen.
Der Satellit könne nicht in seiner vorgesehenen Umlaufbahn lokalisiert werden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Kreise der Raumfahrtindustrie. Zudem gebe der Satellit keine Signale ab. Nun hofft die Raumfahrtagentur Roskosmos bei der Suche nach dem Satelliten auf Hilfe von den USA, wie ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter von Interfax sagte.
Der mehr als fünf Tonnen schwere Satellit sollte eine Lebensdauer von 15 Jahren haben und Russland mit digitalem Fernsehen sowie Telefon und Internet versorgen. Ein Verlust des Satelliten wäre ein herber Schlag für Russland, nachdem bereits im Dezember drei russische Satelliten bei Hawaii in den Pazifik gestürzt waren.
Offiziell bestätigte Roskosmos den Vorfall zunächst nicht. „Wir warten auf Informationen der Fachleute“, sagte ein Sprecher. Der mehr als fünf Tonnen schwere Satellit war mit einer Trägerrakete vom Typ Proton-M vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus ins All geschossen worden.
Der Satellit sei mit mehr als sieben Milliarden Rubel (etwa 168 Mio Euro) versichert.
dpa/AFP/dapd/oc



