Die Allergie durch Hausstaubmilben verschlechtert das Hautbild und verstärkt zusätzlich den ohnehin unerträglichen Juckreiz, wie die Bonner Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie berichtet.

Ein neuer Therapieansatz soll nun diesen Patienten helfen: Die Betroffenen werden dabei über einen Zeitraum von einem Jahr mit der in der Allergologie schon lange bekannten Hyposensibilisierung behandelt und bekommen die allergieauslösende Substanz wiederholt in langsam steigernder Dosierung gespritzt.


Die Immuntherapie setzt direkt an der Ursache von Allergien an. Menschen mit allergischem Schnupfen aufgrund einer Milbenallergie können den Angaben zufolge so dauerhaft nahezu beschwerdefrei werden. Der Einsatz dieses Verfahrens bei Neurodermitis ist noch verhältnismäßig neu, aber vielversprechend.

Nach ersten Erfahrungen der Hautklinik der Medizinischen Hochschule Hannover haben Neurodermitiker mit einer Hausstaubmilben-Allergie nach einer Hyposensibilisierung deutlich weniger Symptome und benötigen auch weniger Behandlung mit Kortisonsalben.

Die Bonner Mediziner wollen den Therapieansatz nun in einer klinischen Studie bei Erwachsenen zwischen 18 und 55 Jahren genauer erproben. In Deutschland leiden etwa fünf bis sechs Millionen Menschen an Neurodermitis, einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung, die auch atopisches Ekzem genannt wird.

AP/OC