Die US-Raumfähre "Discovery" ist mit sechs Astronauten an Bord zu ihrem letzten Flug ins All gestartet. Der Space Shuttle hob am Donnerstag um 22.53 Uhr MEZ und damit einige Minuten später als geplant vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab.

Der Abschiedsflug der "Discovery" soll elf Tage dauern. Ziele der Mission sind unter anderem, einen "menschenähnlichen" Roboter sowie Anbaumodule zur Internationalen Raumstation ISS zu transportieren.

Danach soll der Orbiter nach einem guten Vierteljahrhundert im Dienst in Pension gehen. In den kommenden Monaten sind noch zwei weitere Flüge anderer Raumfähren vorgesehen – dann ist die Shuttle-Ära Vergangenheit.

"Sie war eine fantastische Maschine", erklärte der Direktor der Mission, Mike Leinbach. "Sie hat alles geleistet, was wir von ihr verlangt haben." Die "Discovery" brachte unter anderem das Weltraumteleskop "Hubble" ins All und hatte als erste US-Raumfähre einen Kosmonauten an Bord.

Eigentlich war die Abschiedstour der "Discovery", die 1984 in Dienst gestellt wurde, bereits für Anfang November vergangenen Jahres vorgesehen. Das wurde jedoch durch technische Probleme immer wieder verhindert. Nach letzten Flügen der verbliebenen Shuttles "Endeavour" und "Atlantis" wird das 1981 aufgelegte Programm aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt.

Rund sechs Stunden vor dem geplanten Start der "Discovery" dockte das europäische Transportraumschiff "Johannes Kepler" erfolgreich an der ISS an. Der Weltraumfrachter hat tonnenweise Lebensmittel, Ersatzteile und weitere Ladung für die Internationale Raumstation an Bord. Das unbemannte Versorgungsfahrzeug, das an das russische "Swesda"-Modul andockte, soll während seiner viermonatigen Mission von Zeit zu Zeit die Flugbahn der ISS anheben. Am Ende wird es dann mit Müll vollgepackt und soll in der Atmosphäre verglühen.