Der britische Astrophysiker Stephen Hawking hat den Glauben an ein Leben nach dem Tod als "Märchen" bezeichnet.

Der fast vollständig gelähmte Autor des Bestsellers "Eine kurze Geschichte der Zeit" sagte in einem veröffentlichten Interview mit der britischen Zeitung "Guardian", seine Ansichten seien auch durch seine Erkrankung des motorischen Nervensystems beeinflusst.

"Ich sehe das Gehirn als einen Computer, der aufhört zu arbeiten, wenn seine Bestandteile versagen", sagte Hawking. Es gebe "keinen Himmel oder Leben nach dem Tod für kaputte Computer". "Das ist ein Märchen für Leute, die sich vorm Dunklen fürchten."

Der unheilbar kranke Wissenschaftler, der nur noch über einen Sprachcomputer kommunizieren kann, hatte zunächst den Glauben an Gott nicht notwendigerweise unvereinbar mit einem rationalen Verständnis des Universums bezeichnet.

In seinem 2010 veröffentlichten Buch "Der große Entwurf" schrieb er jedoch, aufgrund neuer physikalischer Erkenntnisse gebe es in den Theorien zur Entstehung des Universums keinen Platz mehr für Gott.

AFP/db