Schlafforschung

Nächtliche Atemaussetzer erhöhen das Sterberisiko

Foto: ddp / ddp/DDP

Nachts setzt bei manchen Menschen regelmäßig die Atmung aus, meistens ohne, dass sie es merken. Das fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Amerikanische Wissenschaftler haben nun aber nachgewiesen, dass eine schwere Schlafapnoe sogar das Sterberisiko erhöht - und zwar um 100 Prozent

Dass regelmäßige nächtliche Atemaussetzer zu Bluthochdruck, Herzinfarkten und Schlaganfällen führen können, ist bereits bekannt – einer neuen Studie zufolge erhöhen schwere Atemstillstände während des Schlafs aber auch die Gefahr eines vorzeitigen Todes.

Allgemein ist das Risiko bei Erwachsenen mit schwerer Schlaf-Apnoe anderthalb Mal höher als bei Erwachsenen ohne derartige Schlafstörungen, wie die in der jüngsten Ausgabe der Medizinzeitschrift PLoS veröffentlichte Studie ergab. Männer zwischen 40 und 70 Jahre mit schweren Apnoen tragen demnach ein doppelt so hohes Risiko.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher unter Leitung von Naresh Punjabi von der John Hopkins Universität in Baltimore 6000 Männer und Frauen mit Apnoen. Jeder vierte Mann und jede zehnte Frau leiden unter derartigen nächtlichen Atemaussetzern, diese können wenige Sekunden, aber auch bis zu eine Minute andauern. Die Schwere wird per Apnoe-Hypopnoe-Index gemessen, unter anderem anhand des Sauerstoffgehalts im Blut.

Von schwerer Apnoe sprechen die Forscher, wenn der Index bei mindestens 30 liegt. Bei Patienten mit geringeren Aussetzern erhöht sich das Risiko eines vorzeitigen Todes demnach nicht.

( AFP/ ph )