„Der Gleichgewichtssinn wird mit zunehmendem Alter deutlich unzuverlässiger, schon die Hälfte der 60-Jährigen hat Probleme damit. Besonders bedenklich ist, dass ein Drittel der Patienten, die Probleme mit dem Gleichgewicht haben, sich dessen nicht bewusst ist“, sagt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen.
Um das Risiko für Unfälle zu verringern, sollten sich Senioren beim Arzt untersuchen lassen, sagt Beil : „Das gilt besonders auch deswegen, weil im hohen Alter die Folgen eines Sturzes ungleich größer sind als in jüngeren Jahren.“ Störungen des Gleichgewichtsorgans zögen im Alter oft vermeidbare Unfälle nach sich, die schmerzhaft sind oder sogar eine dauerhafte Beeinträchtigung zur Folge haben können.
Mit täglichen Gleichgewichtsübungen ließen sich die Defizite ausgleichen. „Eine solche Übung wäre es, auf einem Bein zu stehen, während das andere Bein auf einem Ring aus Styropor ruht, ohne ihn zu zerdrücken. Auch können alte Menschen das Risiko eines Unfalls in der Wohnung reduzieren, indem sie zum Beispiel an geeigneten Stellen Haltegriffe anbringen und Stolperfallen ausräumen“, empfiehlt Beil.
AP/LF





