Die Marssonde „Phoenix“ hat nicht wie geplant erstmals im Boden des Roten Planeten nach Eis und Hinweisen auf mögliches Leben gegraben. Schuld war aber nicht die Sonde, sondern ein Problem bei der Übermittlung des Befehls der Bodenkontrolle. Die Raumfahrtbehörde NASA teilte am Mittwoch mit, die um den Mars kreisende und als Relaisstation dienende Sonde „Odyssey“ habe das Signal nicht weitergeleitet. „'Phoenix' ist in Ordnung“, erklärte die Nasa.
„Odyssey“ versetzte sich selbst in einen "Schlafmodus" (Safe Mode) und leitete den Befehl der Bodenkontrolle nicht weiter, wie Funkingenieur Chad Edwards vom Nasa-Labor für Strahltriebwerke (Jet Propulsion Laboratory) in Pasadena erklärte.
Es war bereits das zweite Mal, dass ein Übermittlungsproblem die Arbeit von „Phoenix“ behinderte. Das erste Kommunikationsproblem gab es zwei Tage nach der Landung von „Phoenix“, als eine andere Sonde, der „Mars Reconnaissance Orbiter“, sein Funkgerät abschaltete. Die Ursache des Problems bei „Odyssey“ seien vermutlich hochenergetische Partikel aus dem Weltraum, die den Speicher des Bordcomputers beeinträchtigt hätten, sagte Edwards.
„Phoenix“ soll mit seinem Roboterarm mindestens 90 Tage lang im Permafrost nach Spuren von Wasser und Hinweisen auf Leben graben. Die Forscher vermuten, dass etwa 30 Zentimeter unter der Mars-Oberfläche Eis liegt, in dem organische Verbindungen sein könnten. Statt zum ersten Mal zu graben, fotografierte „Phoenix“ weiter den Mars. Die Sonde war am 25. Mai am Nordpol des Mars' gelandet.
Linktipps
- Die Uni Arizona betreut die Internetseite mit aktuellen Phoenix-Informationen .
- Das Wetter auf dem Mars können Mac-Nutzer bequem in einem Widget verfolgen.
- Ein Bildschirmschoner (Windows oder Mac) zeigt stets die aktuellsten Bilder von Phoenix.
AP/cl




