„Keine andere Art kommt mit so wenig Wasser und Erde aus“, sagte Prof. Andreas Roloff, Forstbotaniker an der Uni Dresden. Die Kiefer werde von klimatischen Veränderungen profitieren. „Sie ist der Inbegriff eines Überlebenskünstlers.“
„Heiße und trockene Sommer wie in den Jahren 2003 und 2006 hat die Kiefer locker weggesteckt“, sagte Roloff. Der Baum könne Wasser über die Nadeln aufnehmen. Tau und Niederschläge, die bei Hitze erst gar nicht am Boden ankommen würden, fange er mit seiner Krone ab. Keine Zukunft hätten hingegen vom Menschen angelegte Kiefern-Monokulturen. „Die sind sehr anfällig für Schädlinge und Feuer.“ Ziel der Forstwirtschaft müsse es sein, Mischwälder zu schaffen. „Die Kiefernbestände werden dazu mit Buchen und Eichen gemischt.“ Kiefern machen 23 Prozent der deutschen Waldfläche aus.
Als Pionierbaum leiste die Kiefer zum Beispiel bei der Wiederaufforstung von Waldbrandflächen gute Dienste. Zum Baum des Jahres ist die Kiefer nicht wegen ihres Seltenheitswertes gewählt worden. „Der Baum hat mit seiner roten Rinde, den filigranen Nadeln und seinem Harzgeruch auch ästhetisch viel zu bieten.“
Weiterführende Informationen im Netz: www.baum-des-jahres.de
dpa/od





