Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat eine neue Version der geplanten Rakete „Ares V“ vorgestellt, die 2019 Astronauten zum Mond bringen soll. Die Trägerrakete soll etwa sechs Meter länger werden und eine größere Nutzlast ins All bringen als zunächst geplant. Dazu bekommt sie sechs statt fünf Starttriebwerke. Und auch die beiden zusätzlichen Feststoffraketen an der Seite werden größer ausfallen, damit die Rakete eine größere Nutzlast ins All befördern kann, wie Steve Cook, der Manager des Ares-Projektbüros im Raumfahrtzentrum Marshall in Huntsville im US-Staat Alabama erklärte.


Die Rakete werde sieben Tonnen mehr ins All bringen können, sagte Cook. Die „Ares V“ sollte ursprünglich rund 110 Meter hoch sein, was ungefähr den Maßen der ersten Mondrakete „Saturn V“ entsprach. Die neue „Ares V“ werde 116 Meter hoch sein, was ungefähr einem kleinen Hochhaus mit 38 Stockwerken entspricht.

Die „Ares V“ soll vier Astronauten, eine Landefähre und anderes Gerät zum Mond bringen. Insgesamt liegt die Nutzlast bei mehr als 71 Tonnen, die zum Mond und später vielleicht auch einmal zum Mars gebracht werden können.


Im Gegensatz zum ersten Mondprogramm, als die „Saturn V“ die Astronauten und ihre Ausrüstung direkt zum Mond brachte, soll das neue Vorhaben zweistufig ablaufen. Die Astronauten starten zunächst mit einer wiederverwendbaren „Ares I“-Rakete ins All, wo sie dann an ein Raumschiff mit der Landefähre für den Flug zum Mond andocken, das von der „Ares V“ ins All gebracht wurde.

Insgesamt sind derzeit drei Raketenmodelle geplant: Eine Trägerrakete mit der Bezeichnung „Ares I“, für den Transport des bemannten Raumschiffs Orion. Eine Rakete zum Transport schwere Lasten für das bemannte Mond- und Marsprogramm mit der Bezeichnung „Ares V“ und eine dritte Rakete mit der Bezeichnung „Ares IV“, die Teile der beiden erst genannten Modelle verwendet. Der Name der Raketen ist vom Namen des griechischen Kriegsgottes Ares entlehnt, der mit dem Mars assoziiert wird.

ap/oc