Sie sind oft genauso wirksam und dazu preisgünstiger als Erkältungsmittel aus Apotheken oder Drogerien. Ist er nur das Symptom einer leichteren Infektion und Reizung der oberen Atemwege kann er per Hausapotheke behandelt werden.

Im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen wie Asthma kann Husten lebensbedrohlich sein. Aber meistens ist er die Folge von leichteren Infekten und Reizungen der oberen Atemwege - und dann kann er auch per Hausapotheke behandelt werden.

Eibischtee nach Zigarettenqualm oder kalter Luft

Besonders Heilkräuter haben dabei eine lange Tradition. Eibischtee hilft bei Reizhusten infolge von Zigarettenqualm oder kalter Luft. Man bereitet ihn kalt zu, damit der Schleim der Eibischwurzeln nicht verloren geht: Ein Teelöffel der Wurzeln mit 250 Milliliter kaltem Wasser übergießen. Das Ganze zugedeckt mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Dosierung: Drei bis vier Tassen pro Tag.

Ein Tee mit Thymian und Johanniskraut hilft bei nervös bedingtem Reizhusten und Hüsteln. Beide Pflanzen zu gleichen Teilen mischen, dann zwei Teelöffel der Mischung mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen. Zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, schließlich abseihen. Zwei bis drei Tassen pro Tag, am besten nach den Mahlzeiten.

Ein chancenreiches Rezept aus Großmutters Zeiten ist Rettichsaft mit Honig. Er hilft bei Husten infolge von grippalen Infekten, weil er einerseits sanft Antibiotisch wirkt, und andererseits die gereizten Atemwege beruhigt. Das Rezept: Den Rettich aushöhlen, danach mit Honig füllen. Nach drei bis fünf Stunden wird er kopfüber in eine Schüssel gestellt, jetzt kann der fertige Hustensaft aus Honig und Rettichwasser herausfließen und gesammelt werden. Zwei Likörgläser pro Tag, jeweils nach den Mahlzeiten.

Fenchel bei Raucherhusten

Fenchelinhalationen helfen bei Raucherhusten. Zubereitung: Vier Esslöffel Fenchelsamen eine Minute in drei bis vier Liter kochendem Wasser ziehen lassen. Dann das Gesicht über den Dampf halten und Kopf, Oberkörper und Schüssel mit einem Handtuch bedecken. Langsam und tief atmen, wechselweise durch Mund und Nase. Dauer der Anwendung: 8 bis 15 Minuten.

Nichtsdestoweniger ist die beste Prophylaxe gegen Husten der Verzicht auf Zigaretten. Und wem das nicht gelingt: Wissenschaftler der Johns Hopkins University School im amerikanischen Baltimore fanden Hinweise darauf, dass Raucher umso weniger an Atemnot und Husten leiden, je mehr Milch sie trinken. Vermutlich, weil die Milch ihre Atemwege vor Schadstoffreizen schützt.

Grüner und Schwarzer Tee schützen hingegen laut japanischen Studien vor Keuchhusten (Pertussis), der entgegen landläufiger Meinung nicht nur Kleinkinder, sondern auch viele Jugendliche und Erwachsene befällt. Die Gerbstoffe der beiden Teesorten hindern den Pertussis-Erreger daran, sich an menschlichen Schleimhäuten anzudocken.