Medikamente

Fettleber durch Kortison – gesunde Ernährung hilft

Foto: picture-alliance / Helga Lade Fo / info@helga-lade.de

Kortison begünstigt die Einlagerung von Fett in der Leber. Eine Dauerbehandlung mit Kortison-Präparaten kann nach Angaben des Berufsverbandes Deutscher Internisten daher die Bildung einer Fettleber auslösen. Dieser Entwicklung können Patienten am besten mit gesunder Ernährung entgegen wirken.

Der Gefahr einer Fettleber könnten Patienten am besten mit gesunder und ausgewogener Ernährung entgegen wirken, rät der Mediziner Dieter Jüngst vom Münchner Uniklinikum Großhadern.

Das körpereigene Hormon Kortison führe zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels und reguliere dadurch den Fettstoffwechsel im Körper, erklärt Jüngst. Je nach Gewebetyp könne es dabei unterschiedliche Wirkung haben. Während Kortison in der Muskulatur Fette abbaue, hemme es die Bildung fettabbauender Leberenzyme und erhöhe so den Fettgehalt in dem Organ: „Die Wirkstoffe von Kortison-Präparaten haben dieselben Effekte wie das natürliche Hormon, allerdings wirken sie sehr viel stärker“, sagt der Professor.

Menschen, die dauerhaft Kortison-Präparate einnehmen, sollten deshalb besonders auf ihre Ernährung achten. „Eine fettarme Ernährung verringert das Risiko einer Fettleber bei einer Kortison-Therapie“, erklärt Jüngst, der aber vor Fasten oder drastischem Abnehmen warnt: Dies erhöhe nur die Gefahr einer Leberentzündung.

( AP/LF )