Vulkane

Magmakammer angebohrt – aus Versehen

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Geophysiker einer US-Firma haben aus Versehen eine Magmakammer angebohrt. Die Ingenieure wollten am Rande des Kilauea-Vulkans auf der Hawaii-Hauptinsel eine Bohrung anbringen. Für den Forscher ist das Ereignis ein Glücksfall: Er kann erkunden, wie die Magma knapp erkaltet, erstarrt und dabei Granit bildet.

Geophysiker einer US-Firma haben aus Versehen eine Magmakammer angebohrt. Die Ingenieure wollten, um Erdwärme nutzbar zu machen, am Rande des Kilauea-Vulkans auf der Hawaii-Hauptinsel eine Bohrung niederbringen, berichtete jetzt Bruce Marsh von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (US-Staat Maryland) auf einer Tagung.

Der Vorstoß in das 1000 Grad heiße flüssige Magma ging gerade noch einmal glimpflich ab – das geschmolzene Gestein quoll nicht heraus, sondern blieb wenige Meter unter der Erdoberfläche stecken. Ein Ausbruch hätte die Geothermie-Ingenieure gefährdet.

Für Marsh ist das Ereignis ein Glücksfall: Er kann jetzt erkunden, wie das Magma knapp unter seinen Füßen erkaltet, erstarrt und dabei Granit bildet – ein bislang einmaliger Vorgang.

( wom )