Der Flug der US-Raumfähre „Discovery“ ist um einen Tag verlängert worden. Das Shuttle werde erst am Sonntag (6. März) von der Internationalen Raumstation ISS ablegen, teilte die Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag in Houston (Texas) mit.
Die Landung sei jetzt am 8. März auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) vorgesehen. Ursprünglich sollte die „Discovery“ schon am 5. März abdocken und zwei Tage später zur Erde zurückkehren.
Mit der Verlängerung der Mission soll der ISS-Crew mehr Zeit für die Einrichtung des Logistikmoduls „Leonardo“ gegeben werden, das jetzt permanent am amerikanischen Segment verankert wird. Mit ihm wurde insgesamt siebenmal Nachschub zur Station gebracht.
Die Entscheidung über eine ISS-Foto-Session ist indes noch nicht gefallen. Nach den bisherigen Vorstellungen soll dafür eine der beiden russischen „Sojus“-Kapseln abdocken, die Station umfliegen und dabei Foto- und Videoaufnahmen machen. Anlass ist der seltene Fall, dass Raumflugkörper aller ISS-Partner angekoppelt sind: Die „Discovery“ aus den USA, ein „Sojus“- und ein „Progress“-Raumschiff aus Russland, „Johannes Kepler“ von der Esa und HTV-2 aus Japan.
Wie die russische Raumfahrtagentur Roskosmos mitteilte, sind noch nicht alle technischen Aspekte des Vorhabens geprüft. Zudem muss vorher sichergestellt werden, dass das Shuttle alle seine Aufgaben erfüllt hat.
Für die Aufnahmen sollen die Russen Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka sowie ihr US-Kollege Scott Kelly an Bord von „Sojus TMA-M“ gehen. Sollte dabei allerdings die Wiederankopplung misslingen, müssten sie vorzeitig zur Erde zurückkehren.
Die eigentliche Landung in Kasachstan ist für den 16. März vorgesehen. Nach Angaben von Roskosmos hat der ISS-Komplex inklusive Shuttle derzeit die Rekordmasse von mehr als 544 Tonnen.
dapd/akh




