Die meisten Wellen mit extremen Höhen türmen sich einer Studie zufolge im Nordatlantik und Nordpazifik während der Wintermonate auf. Das ergab die Auswertung von Radarbildern, mit denen über mehrere Jahre hinweg Daten über Wellen gesammelt wurden, wie die Wissenschaftlerin Susanne Lehner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR/Köln) erklärte. Es sei nun eine genaue Karte mit den höchsten Wellen erstellt worden. Dem zufolge kommen Extremwellen am häufigsten im Nordatlantik – südöstlich von Grönland – und im Nordpazifik vor. Das decke sich auch mit Ergebnissen britischer Forscher, die dort bis zu 30 Meter hohe „Monsterwellen“ festgestellt hatten.

Ihr Team habe die Aufnahmen eines Satelliten ausgewertet, der seit 1991 um die Erde kreise und Aufschlüsse über die Oberflächen-Beschaffenheit des Wassers, Windverhältnisse und Wellenhöhe gebe. Auf etwa 3000 Wellen folge eine Extremwelle. Pro Woche könnten das im Durchschnitt zwei bis drei Fälle sein, sagte Lehner. Ob sich hier bereits der Klimawandel bemerkbar mache, könne sie noch nicht sagen, da die Daten erst seit 1991 erhoben würden.

Die Resultate könnten relevant sein für die Schifffahrt und auch die Plattformen auf dem Meer. Ein Drittel aller Schiffsunfälle werde dem Wetter zugeschrieben, die genauen Ursachen blieben dabei häufig unbekannt.

oc/dpa