Sicher ist auch, dass man mit diesem Problem nicht allein dasteht. "40 Prozent der Deutschen haben Probleme mit dem Schlaf", sagt Professor Jürgen Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Universitätsklinik Regensburg. Vor allem endloses Grübeln wird beim Einschlafen zum Problem. Natürlich ist es besser, den Stress des Tages nicht mit ins Bett zu nehmen. Gelingt das aber nicht, hilft es meist schon, sich auf positive, monotone Gedanken zu konzentrieren. Der Tipp mit dem Schäfchenzählen ist also gar nicht so abwegig. Zulley empfiehlt jedoch, sich auf schöne Gedanken des letzten Urlaubs zu konzentrieren oder sich mit ruhiger klassischer Musik abzulenken.

Dem Körper helfen Rituale vor dem Schlafengehen. So kann er sich auf den Schlaf einstimmen und schon zur Ruhe kommen. So ein Ritual kann beispielsweise aus einem Spaziergang um den Block, einer Tasse Kräutertee oder Tagebuchschreiben bestehen.

Heiße Sommernächte machen das Durchschlafen doppelt schwer, einen Tipp, der hilft, hat die "Apotheken Umschau" in ihrer aktuellen Ausgabe. So lassen sich heiße und schwüle Sommernächte austricksen, indem man den Pyjama tagsüber in den Kühlschrank legt. So kann man wenigstens beim Hinlegen noch den Frischeeffekt spüren, die Wärmflasche zum Kühlpack umfunktionieren - unkonventionell, aber nicht abwegig. Wer im Schlafzimmer für Durchzug sorgt, muss sich aber zudecken, ganz leicht natürlich. "Wenn man dauernd im Luftstrom liegt, kann das zu Verspannungen im Nackenbereich oder Erkältungen führen", erklärt Schlafprofessor Jürgen Zulley aus Regensburg in der "Apotheken Umschau". Ein guter Einschlafhelfer ist - unabhängig vom Wetter - eine warme Dusche vor dem Zubettgehen. Wer in schwülen Nächten verschwitzt aufwacht, wird nach einer lauwarmen Dusche ebenfalls besser wieder einschlafen.

ds