Seit langem ist bekannt, das Haschisch schmerzstillenden Eigenschaften besitzt. Einige Länder haben bereits den Zugang für einen medizinischen Einsatz freigegeben. Doch die Medizinische Wirkung hängt unmittelbar von der Dosierung ab, wie eine Studie an der University of California belegt. Es zeigte sich, dass ein gemäßigter Konsum die besten Ergebnisse erzielte.

Für die Studie setzten die Wissenschaftler Freiwillige ein, denen Capsaicin unter die Haut injiziert wurde, jene "scharfe" Chemikalie, die in Chili enthalten ist. Anschließend mussten die Teilnehmer Haschisch rauchen, wobei die Stärke der Dosierung über den Tetrahydrocannabinol-Gehalt bestimmt wurde. Einige der Teilnehmer erhielten ein Blindpräparat. Fünf Minuten nach dem Rauchen des Joints hatte keine der Dosierungen eine Auswirkung auf die Schmerzempfindung. Nach 45 Minuten jedoch, gaben jene die eine moderate Menge geraucht hatten an, dass sich ihre Schmerzen deutlich verringert hätten. Doch bei jenen, die eine große Menge geraucht hatten, verschlimmerten sich die Schmerzen.

Studienleiter Mark Wallace erläuterte, dass diese Forschungsergebnisse Auswirkungen darauf haben könnten, in welcher Form Haschisch für medizinische Zwecke angeboten wird. Experten wie Laura Bell von der MS Society stellen in Frage, ob die Ergebnisse von Tests mit gesunden Freiwilligen auf Patienten mit Krebs oder Multipler Sklerose übertragen werden können. Bisher seien alle durchgeführten Studien eher klein gewesen und gültige Schlussfolgerungen nur schwer zu ziehen. Für beide Patienten-Gruppen wird BBC zufolge das Potenzial von Haschisch zur Schmerzlinderung immer mehr anerkannt.

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