In der Tiefsee leben merkwürdige Geschöpfe: Der Glaskopffisch etwa dümpelt stundenlang im Wasser herum. Ab und an verspeist er eine vorbeischwimmende Staatsqualle.
Forscher des Monterey Bay Aquariums in Moss Landing (Kalifornien) haben nun ein Geheimnis dieses Glaskopffisches gelüftet:
Sie wissen, wie seine Augen funktionieren.


Macropinna microstoma wurde bereits vor 70 Jahren entdeckt, und seither mutmaßen Fischforscher, dass er wohl nur einen „Tunnelblick“ hat.
In Ruhestellung hält der Fisch die Linsen nach oben gedreht.
Bruce Robinson und Kim Reisenbichler filmten den Fisch nun in 800 Meter Wassertiefe. Nur wenig Licht dringt dorthin. Dennoch sieht der Fisch besser als gedacht:


Er kann die Linsen seiner Augen, im Foto sind das die hellgrünen Halbschalen, im durchsichtigen Kopf rotieren lassen. So sieht er immer das scharf, was ihn gerade interessiert.
Der durchsichtige Kopf erlaubt ihm darüber hinaus, auch noch die geringsten Mengen Sonnenstrahlung, die in diese Tiefe vordringen, zum Sehen zu nutzen.