Herz, Leber und Nieren von Schweinen hätten genau „die richtige Größe“ und funktionierten „ähnlich wie menschliche Organe,“ argumentierte der Reproduktionsmediziner Robert Winston in einem Gastbeitrag in der britischen Sonntagszeitung „The Sunday Times“. Damit wolle er einen Beitrag gegen den Mangel an menschlichen Spenderorganen leisten.


Damit der menschliche Körper die Tierorgane nicht abstoße, müssten die Proteine der Schweine genetisch verändert werden, erklärt Winston in seinem Zeitungsbeitrag. Dies geschehe durch die Injektion menschlichen Genmaterials in die Hoden männlicher Schweine, die dann genetisch verändertes Sperma produzierten und genmanipulierten Nachwuchs zeugten.


Zu moralische Bedenken gegen diese Methode betont der Mediziner, er halte es eher für ethisch vertretbar, mit einem Schwein ein Menschenleben zu retten als unnötig Fleisch zu essen.


Die Zulassung der Schaffung von Mensch-Tier-Embryos zu Forschungszwecken durch das britische Parlament im Mai vorigen Jahres war unter anderem bei der katholischen Kirche in England und Wales auf harte Kritik gestoßen.

Winston und seine Kollegin Carol Readhead wollen ihr Vorhaben allerdings nicht in Großbritannien realisieren, sondern innerhalb von drei Monaten am California Institute of Technology in den USA beginnen. Die Gesetze Großbritanniens und der Europäischen Union erlaubten ihm nicht, die Forschung in seinem Heimatland zu betreiben, beklagte Winston.

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KNA/OC