Die Wissenschaftler sprühten das Hormon Oxytocin in die Nase von Testpersonen, die an sozialen Störungen wie Kontaktängsten oder extremer Schüchternheit leiden. Anschließend fügten sich die Probanden bereitwillig in eine Angsttherapie und benahmen sich in Rollenspielen viel mutiger. "Die Probanden hatten mehr Selbstvertrauen", sagte Studienleiter Markus Heinrich von der Universität Zürich dem "New Scientist". Unter Ärzten ist der Stoff Oxytocin auch als Kuschelhormon bekannt.

Der Stoff wirkt auf das Angstzentrum im Gehirn. Ihm haften viele Effekte an: Oxytocin soll das Vertrauen steigern und bei Prüfungsstress helfen. Das Hormon wird im Gehirn bei Zärtlichkeiten und beim Sex ausgeschüttet.

Mediziner verabreichen die Substanz schon länger als Tabletten, zum Beispiel in der Geburtshilfe. Das Hormon bewirkt eine Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur und löst damit die Wehen aus.

eb