Allergie

Heuschnupfen gefährdet Gesundheit von Kindern

Foto: picture-alliance/ dpa / dpa

Heuschnupfen ist auch bei Kindern keine Bagatellerkrankung, sondern sollte so früh wie möglich behandelt werden. Wird das versäumt, kann sich die Allergie schnell zu einer Asthmaerkrankung ausdehnen. Abhilfe schaffen bei solchen Erkankungen dann häufig nur noch antiallergische Medikamente.

Heuschnupfen sollte bei Kindern so früh wie möglich behandelt werden. Denn sonst könne sich die Allergie zu einer Asthmaerkrankung ausdehnen, warnt der Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Friedemann Schmidt. Im Durchschnitt verursache Heuschnupfen bei jedem betroffenen Schulkind vier Krankheitstage pro Jahr. Vier von fünf der Heuschnupfenkinder nähmen antiallergische Medikamente ein.

Die betroffenen Schüler sollten sich bei starkem Pollenflug im Freien nicht körperlich verausgaben, rät Schmidt. Die ideale Zeit zum Lüften der Wohnräume hänge von der Lage der Wohngegend ab: In ländlichen Gebieten sei der Pollenflug abends am geringsten. In der Stadt hingegen solle am besten morgens zwischen 06.00 und 08.00 Uhr gelüftet werden.

Eltern könnten darüber hinaus einiges für die Vorbeugung von Heuschnupfen tun, betont der Experte: So sollten Säuglinge mindestens in den ersten vier Lebensmonaten gestillt werden. Passivrauchen steigere das Allergierisiko. Eine allgemeine Diät zur Allergieprävention könne für Kinder nicht empfohlen werden. Wenn das Erkrankungsrisiko genetisch bedingt erhöht sei, sollten Familien zudem auf Haustiere verzichten.