Nach dem Ausbruch eines Unterwasservulkans im südlichen Pazifik haben die Behörden vor einem Tsunami in der Region gewarnt. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii verzeichnete am Donnerstagabend ein Erdbeben etwa 210 Kilometer entfernt von der Hauptstadt des Inselreiches Tonga, Nuku'alofa. Verschiedene Warndienste teilten mit, das Beben habe eine Flutwelle ausgelöst, die die Küsten der nahe gelegenen Inseln treffen könne. Die Warnung wurde am späten Abend aufgehoben.

Das Beben hatte nach Angaben des Pazifik-Warnzentrums eine Stärke von 7,9. Konkrete Tsunami-Warnungen wurden unter anderem für die Südseeinseln von Tonga, Samoa und Fiji ausgesprochen. Auch für die Küste Neuseelands und von Hawaii ergingen entsprechende Warnungen. Konkrete Informationen über Schäden gab es am Donnerstagabend noch nicht.

Spektakuläre Dampfsäulen und Rauchwolken bieten sich derzeit den Schaulustigen zwischen Australien und Tahiti. Dabei ist das Geschehen alles andere als ungefährlich.


Für die Inselbewohner bestehe bislang keine Gefahr, erklärten die Behörden des pazifischen Inselstaates Tonga in der Hauptstadt Nuku'Alofa. Der Vulkan liegt etwa zehn Kilometer vor der Südwestküste von Tongatapu. In dieser Region gibt es etwa 36 unterseeische Vulkane.


Dem Ausbruch am Montag seien mehrere heftige Erdbeben vorausgegangen, berichteten Einwohner in Nuku'Alofa.


Die 170 Inseln von Tonga liegen im pazifischen „Feuerring“ mit besonders intensiver geologischer Aktivität, der sich von Chile über Vanuatu bis nach Alaska erstreckt.

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AP/cl