Zudem sei die Verödung der Landstriche in Afrika auch ein Grund für die Flüchtlingsbewegungen aus dem Kontinent. Darauf machen Umweltschutz- und Entwicklungshilfeorganisationen aufmerksam. Dem algerischen Planungs- und Umweltminister Cherif Rahmani zufolge wird die Ausbreitung der Wüsten im Jahr 2025 65 Millionen Afrikaner zur Flucht in die Industriestaaten veranlassen.

Am Wochenende hatten sich die im "Europäischen Netzwerk gegen Desertifikation" zusammengeschlossenen Gruppen in Madrid getroffen. Ab dem heutigen Montag findet dort ein UN-Kongresses statt. Bis zum 14. September beraten die 191 Vertragsstaaten der UN-Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD) über Strategien gegen den zunehmenden Verlust von fruchtbarer Erde auf dem Planeten. Thema wird auch die Organisation der UNCCD selbst sein. Nach Kritik an ihrer Effektivität wurde vor zwei Jahren ein Reformkomitee gebildet, an dem auch Deutschland beteiligt ist.

Der Begriff Desertifikation steht für das Veröden von Landstrichen durch zu intensive Nutzung durch den Menschen. Das kann bis zum völligen Verschwinden des Humus und jeglicher Vegetation reichen, also zum Entstehen von Wüsten. Weltweite Klimaveränderungen verstärken dieses Phänomen.

Mehr zur Wüstenausbreitung im Internet: http://www.iydd2006.de

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