Ein Forscherteam an der Queen's University in Belfast hat nachgewiesen, dass Menschen, die gegen Melanome behandelt wurden, doppelt so wahrscheinlich auch an anderen nicht verwandten Krebsformen leiden wie der Rest der Bevölkerung. Das Risiko war auch bei Patienten erhöht, die an anderen Formen von Hautkrebs erkrankt waren. Details der Studie wurden im British Journal of Cancer veröffentlicht.
Die neue Studie steht laut BBC mit anderen Forschungsergebnissen in Einklang, die davon ausgehen, dass eine Krebserkrankung das Risiko einer weiteren erhöht. Das Team um Liam Murray analysierte Daten der Northern Ireland Cancer Registry. Dazu gehörten 1837 Patienten mit Melanomen, der aggressivsten Form von Hautkrebs, und 20.823 Patienten mit weniger aggressiven Hautkrebserkrankungen. Bei an Hautkrebs erkrankten Patienten mit nicht Malignem Malinom war das Risiko demnach immer noch 57 Prozent höher als beim Rest der Bevölkerung. Auch ihr Risiko an Krebsarten zu erkranken, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen, war erhöht.
Laut Murray gibt es mehrere mögliche Erklärungen für diesen Zusammenhang. Dazu gehöre als wichtiger Risikofaktor die Menge an Zeit, die in der Sonne verbracht wurde. Denkbar sei es auch, dass eine neue Hautkrebserkrankung bei bereits diagnostizierten Patienten eher entdeckt würde.
Der Zusammenhang mit dem Rauchen erkläre sich dadurch, dass das Rauchen anfälliger für Hautkrebs und andere Erkrankungsformen mache. Dazu komme noch, dass Raucher allgemein eher ungesund lebten.
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