Durch ihr Schaffen macht sie die Schönheit biologischer Moleküle für das bloße Auge sichtbar. 30 Meter lang und drei Meter hoch ist die am renommierten Cold-Spring-Harbor-Labor (CSHL) aufgestellte Skulptur „Walzer der Polypeptide“. Die bunt glänzende Metallplastik im Park des Labors zeigt detailgetreu die Proteinfabriken unserer Zellen in Aktion.

Sechs Ribosomen, die auf einem Boten-RNA-Strang sitzen. Sie übersetzen die RNA-Information in die Polypeptidkette eines Proteins. Die Installation der Skulptur kommt dem Anliegen des langjährigen CSHL-Direktors James Watson nach. Der DNA-Entdecker und Nobelpreisträger wünschte sich für die Wissenschaftler des Elite-Labors eine künstlerisch gestaltete Umgebung, als Inspiration für ihre Kreativität.

Eine weitere Skulptur von Mara Haseltine wurde in Biopolis, dem Biotechnologie-Zentrum Singapurs, aufgestellt. Das rote Kunstwerk zeigt den „Sars Protease Inhibitor“, ein von Biopolis-Wissenschaftlern entdecktes Molekül. Es bringt das Virus, das die tödliche Lungenkrankheit Sars verursacht, dazu, Selbstmord zu begehen. Die Strukturen biologischer Moleküle wie die des Sars-Inhibitors und der Ribosomen kamen erst in den vergangenen Jahrzehnten durch neue Techniken wie Röntgenstrukturanalysen und Magnetresonanzspektroskopie ans Licht.

vw