Nach wütenden Protesten zu geänderten Nutzungsbedingungen der Internet-Community Facebook, hat der Gründer Mark Zuckerberg nun reagiert. In seinem Blog schreibt er: „Wir werden Daten in keiner Form weitergeben, die Ihr nicht wollt.“ Jeder könne seine Inhalte unter den Sicherheitseinstellungen auf der Profilseite schützen.

Anlass der Kritik war ein Passus, der Facebook die Rechte an allen privaten Inhalten der Teilnehmer zusichert – auch nachdem sich die Mitglieder bei Facebook abgemeldet haben. Von einer Rücknahme der umstrittenen Passage war jedoch nicht die Rede. Stattdessen schreibt Zuckerberg, die Änderung sei nötig, damit Facebook Informationen eines Nutzers auch anzeigen könne, wenn dieser sein Profil anschließend gelöscht habe. Zahlreiche Mitglieder haben in Foren angekündigt, sich bei Facebook abzumelden und die Verwendung privater Inhalte zu untersagen.

Facebook hatte die Nutzungsbedingungen vor knapp zwei Wochen geändert, um deutlich zu machen, dass Nutzer weder Angaben zu ihrer Person fälschen noch andere Mitglieder belästigen dürfen. Anlass war ein Highschool-Schüler, der sich als Mitschülerin ausgegeben hatte und Mitschülern Nacktfotos versprach, wenn sie zuerst welche schickten. Den Opfern drohte er, die bei ihm eingegangenen Bilder zu veröffentlichen.

Von sieben der Opfer konnte er so sexuelle Handlungen erpressen. Mit diesen Änderungen hat Facebook jedoch auch gleich seine Nutzungsrechte für die von Nutzern erstellten Inhalte ausgeweitet.