Bei der Präsidentschaftswahl in den USA ist Sarah Palin gescheitert. Aber bei den Google-Suchbegriffen mit der weltweit größten Steigerungsrate des ausklingenden Jahres 2008 liegt sie auf dem ersten Platz, wie das Internet-Unternehmen mitteilte. Auf dem zweiten Platz nach Palin rangierte 2008 der Suchbegriff „Beijing Olympics 2008“, der sich auf die Olympischen Spiele in Peking bezieht. Auf Platz drei folgt der Name des beliebten Internet-Netzwerks Facebook, Platz vier nimmt die spanische Facebook-Variante Tuenti ein, und auf Platz fünf folgt der Name des australischen Schauspielers Heath Ledger, der im Januar starb. Der designierte US-Präsident Barack Obama landete in dieser Liste nur auf Rang sechs.

Auch Berlin und die in diesem Zusammenhang gesuchten Wörter wurden von Google unter die Lupe genommen.

Überraschend aus deutscher Sicht ist der im weltweiten Ranking erzielte achte Platz für die Suchabfrage „Wer kennt wen“. Dieses deutsche Portal ist neben Facebook (Platz 3) eines von zwei „Social Networks“, die in der Statistik der Suchbegriffe den steilsten Zuwachs verbuchten. Allein bei den Suchabfragen in Deutschland finden sich sogar fünf solcher Portale für den Austausch von Bildern und Botschaften.

Bei den über Google meistgesuchten Personen des Jahres schaffte es der amerikanische Popstar Britney Spears in Deutschland auf den ersten Platz, dicht gefolgt von Obama, dem deutschen Rapper Bushido und Gina Lisa, dem Frankfurter Mädchen aus der Fernsehsendung „Germany's Next Topmodel“. Letztere zog auch das stärkste optische Interesse auf sich, da sie bei der Google-Bildersuche in Deutschland auf dem ersten Platz landete.

Die Bücher-Suche über Google wird in Deutschland offenbar bevorzugt für gezielte Sachthemen wie „Marketing“, „Controlling“ oder die Programmiersprache „Java“ genutzt. Klassische deutsche Schriftsteller wie Goethe stehen neben Charlotte Roche ("Feuchtgebiete").

AP/lw