Emilia Clarke

„Mir ein Geschenk kaufen zu müssen, setzt viele unter Druck“

Der neue Film mit Emilia Clarke ist von dem berühmten Wham!-Song inspiriert. Sie selbst liebt das Lied, wie sie in Berlin erzählte.

Emilia Clarke spielt die Hauptrolle in „Last Christmas“. Dienstagabend wurde er in Berlin vorab gezeigt.

Emilia Clarke spielt die Hauptrolle in „Last Christmas“. Dienstagabend wurde er in Berlin vorab gezeigt.

Foto: Jörg Carstensen/dpa

Berlin. Das Brandenburger Tor und das Soho House an der Torstraße. Viel mehr bekam „Game of Thrones“-Star Emilia Clarke bei ihrem Kurzbesuch nicht von Berlin zu Gesicht. Die Schauspielerin war am Montag zur Promotion-Tour für ihren neuen Film „Last Christmas“ nach Deutschland gekommen.

Am Dienstag stand ein Interviewmarathon und am Abend eine Vorabvorführung für Fans im UCI Lux am Mercedes Platz auf dem Programm. Direkt im Anschluss ging es für Clarke weiter nach Paris, wo sie ihren 33. Geburtstag am Mittwoch mit weiteren PR-Terminen verbringen sollte. „Ich hatte in den vergangenen Jahren wirklich wenig Pausen“, so die Britin. „Aber am Freitag habe ich einen Tag frei und dann wird gefeiert.“

„Last Christmas“ mit „Game of Thrones“-Star Emilia Clarke ab 14. November im Kino

Clarke war von 2011 bis 2019 als Daenerys Targaryen in der erfolgreichen Fantasyserie „Game of Thrones“ zu sehen. Am 14. November kommt nun die Tragikomödie „Last Christmas“ in die Kinos. Darin spielt Clarke an der Seite von Emma Thompson – Star ihres eigenen Lieblingsweihnachtsfilms „Tatsächlich… Liebe“. Inspiriert von dem berühmten Wham!-Song schrieb Thompson das Drehbuch zu ihrem eigenen potenziellen Feiertagsklassiker.

Regie führte Paul Feig, bekannt durch Filme wie „Brautalarm“ und „Ghostbusters“. Emilia Clarke spielt Kate, eine junge Frau, die nach einer Herztransplantation Schwierigkeiten hat, zurück in ihr altes Leben zu finden. Sie arbeitet als Elf in einem Weihnachtsshop, als Tom in ihr Leben tritt. Aber obwohl er es schafft, Kate wieder Lebensfreude und Selbstvertrauen zu schenken, scheint Tom doch ein Geheimnis zu haben.

Emilia Clarke beschenkt sich gerne selbst

Sie selbst könne Weihnachten kaum abwarten, sagte Clarke in Berlin. Sie verbringe das Fest immer zu Hause mit ihrer Familie. „Ich liebe es, allen meinen Lieben Geschenke zu machen.“ Mit dem Beschenktwerden tue sie sich allerdings schwer. „Die meisten meiner Freunde haben keinen Hollywood-Hintergrund und ein ganz normales Einkommen. Ich glaube, der Gedanke, mir ein Geschenk kaufen zu müssen, setzt viele von ihnen unter Druck.“ Sie beschenke sich aber durchaus auch gerne einmal selbst.

Den Song „Last Christmas“ liebe sie sehr, erzählte die Schauspielerin. „Bevor ich den Film gemacht habe, hatte ich gar keine Ahnung, dass es Menschen gibt, die ihn so sehr hassen.“ Würde sie einen Film um ihre eigene Lieblingsmusik schreiben müssen, wären das allerdings die Songs von Mike Skinner alias The Streets. „Ich weiß allerdings nicht, was für ein Weihnachtsfilm dabei herauskommen sollte.“

Regisseur Paul Feig sofort von Emilia Clarke begeistert

Mit nach Berlin gekommen war auch Regisseur Feig. Obwohl er sich seit über einem Jahr mit Weihnachten beschäftige, habe er noch nicht genug davon, so der Amerikaner. Er habe mit seiner Frau während der Dreharbeiten in London gewohnt und zur Einstimmung im Sommer einfach die Weihnachtsdekoration in der Wohnung behalten. „Die Testvorführungen bei 30 Grad waren aber eine Herausforderung. Niemand hatte richtig Lust auf einen Weihnachtsfilm.“

Von seiner Hauptdarstellerin sei er direkt begeistert gewesen. „Ich kannte natürlich ‚Game of Thrones‘ und dachte, sie würde sehr streng und ernsthaft sein. Aber Emilia ist tatsächlich ganz zauberhaft.“ Diesen ersten Eindruck habe er mit dem Film für das Publikum transportieren wollen. „Ich hoffe, dass ‚Last Christmas‘ für Emilia Clarke das wird, was ‚Harry und Sally‘ für Meg Ryan war: Die Leute werden danach total verliebt in sie sein.“