Finanzen

Boris Becker soll 61 Millionen Euro Schulden haben

Boris Becker hat laut englischen Wirtschaftsprüfern 61 Millionen Euro Schulden. Offenbar droht ihm sogar eine Zwangsversteigerung.

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Berlin.  Englische Insolvenzverwalter haben das Vermögen des sich in Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Boris Becker ausgewertet. In einem vorläufigen Gutachten, aus dem übereinstimmend die Zeitschriften „Stern“ und „Bunte“ zitieren, listen die Finanzermittler sämtliche bislang bekannten Vermögenswerte der Tennislegende auf. Brisant: Beckers Schulden sind möglicherweise wesentlich größer als bislang geschätzt. Den Berichten zufolge sollen 14 Gläubiger von ihm rund 61 Millionen Euro fordern.

Drei Monate, nachdem eine Londoner Richterin Becker (49) für bankrott erklärte, habe ein Finanzdienstleister einen ersten Insolvenzbericht fertiggestellt. Demnach könnte dem heutigen Sportkommentator der Verlust seines gesamten Besitzes bevorstehen.

„Stern“ und „Bunte“ berichten, dass sogar sein erster Wimbledon-Pokal, den er als 17-Jähriger im Juli 1985 erkämpfte, versteigert werden solle. Der Wert der Trophäen und Andenken aus seiner Tenniskarriere sei „noch zu berechnen“, zitiert der „Stern“ das Gutachten.

Beckers Anwalt bestreitet Höhe der Schulden

Weiterhin berichtet das Magazin, das Vermögen des Wahl-Londoners betrage nach jetzigem Stand rund 540.000 Euro. Darunter fielen Beckers Mobiliar im Wert von etwa 220.000 Euro sowie eine Uhrensammlung, die um die 41.000 Euro einbringen soll. Nicht besonders viel für einen Mann, von dem sein Ex-Manager Ion Tiriac (78) sagt, er sei während seiner aktiven Zeit „der reichste Sportler der Welt“ gewesen.

Allein sein ehemaliger Geschäftspartner Hans-Dieter Cleven (74) pocht auf Rückzahlung von 36,5 Millionen Euro, die sich Becker von ihm geliehen habe. Ob Becker seine Schulden anders als durch Zwangsversteigerungen abbauen kann, ist ungewiss.

Sein Berliner Anwalt Christian-Oliver Moser bestreitet sowohl die drohende Zwangsversteigerung der Trophäen als auch die Höhe der Schulden. Die veranschlagten 61 Millionen Euro beruhten „allein auf den gerichtlich nicht überprüften Angaben der Gläubiger“. (Joe)