Golfprofi

Polizeibericht: Tiger Woods soll am Steuer geschlafen haben

| Lesedauer: 3 Minuten
Aaron Clamann
Tiger Woods auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2013.

Tiger Woods auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2013.

Foto: REUTERS / © Umit Bektas / Reuters / REUTERS

Golfstar Tiger Woods hat sich zu seiner Festnahme geäußert. Schuld an seinem Verhalten sei nicht Alkohol, sondern ein Medikamenten-Mix.

Berlin.  Nach seiner Festnahme wegen Autofahrens unter mutmaßlichem Rauschmitteleinfluss hat sich der Golfspieler Tiger Wood zu Wort gemeldet. US-Medien zitierten am Montagabend (Ortszeit) aus einer Stellungnahme des 41-Jährigen, in der er jeglichen Alkoholkonsum bestreitet. „Was geschehen ist, ist eine unerwartete Reaktion auf verschriebene Medikamente“, heißt es darin. „Mir war nicht klar, dass der Mix aus Arzneimitteln mich so stark beeinflusst hat.“

Wenige Stunden zuvor hatte das Büro des Sheriffs in Palm Beach County die kurzzeitige Inhaftierung Woods’ bestätigt. Zur Begründung hieß es, er werde verdächtigt, unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefahren zu sein. Laut einem Polizeibericht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, soll Woods am Steuer eingeschlafen sein. Er habe zudem nicht gewusst, wo er sich befinde.

„Ich verstehe das Ausmaß dessen, was ich getan habe, und ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln“, teilte Woods laut „USA Today“ und NBC News in seiner Stellungnahme mit. „Ich möchte mich von ganzem Herzen bei meiner Familie, meinen Freunden und den Fans entschuldigen. Auch ich selbst erwarte mehr von mir. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal passiert.“

Tiger Woods revolutionierte den Golf-Sport

Eldrick Tont „Tiger“ Woods ist einer der erfolgreichsten Profigolfer aller Zeiten. Seit 1996 hat Woods 106 Turniere gewonnen, davon 14 Major-Turniersiege. Von der französischen „L’Équipe“ wurde Woods im Jahr 2000 zum Sportler des Jahres gewählt, von der Associated Press wurde er im Jahr 2009 sogar als Sportler des Jahrzehnts geehrt.

Woods hatte im April 1997 im Alter von 21 Jahren als jüngster Spieler und erster Schwarzer das traditionsreiche Masters gewonnen. Durch Woods’ Erfolg wurde Golf zum Big Business. Woods holte den Golfsport in den USA aus dem Nischendasein und ließ TV-Einschaltquoten wie Preisgelder auf der PGA-Tour explodieren. Beobachter verglichen seinen Einfluss auf den Golfsport mit dem Einfluss von Michael Jordan auf das Basketballspiel.

Operationen hatten Tiger Woods zuletzt zurückgeworfen

Verletzungen und private Probleme hatten Woods zwischen 2009 und 2011 nicht mehr zu alter Stärke finden lassen. Erst 2011 war er wieder in die Top-20 der Weltrangliste zurückgekehrt. Woods Karriereende schien zuletzt immer näher zu rücken, er sagte bei mehreren Turnieren Starts ab. Der 41-Jährige hat gravierende Rückenprobleme. Wegen zwei Operationen konnte Woods zwischen August 2015 und Dezember 2016 kein einziges Turnier bestreiten.

Zuletzt fühlte sich Woods besser

Vor über einem Monat hatte sich der Golfer einer komplizierten Rückenoperation unterzogen. In einem Blog-Eintrag vom vergangenen Mittwoch hatte der Athlet geschildert, dass es ihm inzwischen wesentlich besser gehe. „Ich habe mich seit Jahren nicht mehr so gut gefühlt“, schrieb er in dem Blog tigerwoods.com. (mit Material von dpa und Reuters)

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