Missbrauchsvorwürfe

Sohn von Woody Allen wirft Medien Kultur des Schweigens vor

Woody Allen eröffnete mit seinem Film „Café Society“ am Mittwoch die Filmfestspiele von Cannes. Privat läuft es für den bekannten US-Regisseur dagegen weniger gut.

Woody Allen eröffnete mit seinem Film „Café Society“ am Mittwoch die Filmfestspiele von Cannes. Privat läuft es für den bekannten US-Regisseur dagegen weniger gut.

Foto: Guillaume Horcajuelo / dpa

2014 sagte die Tochter von Woody Allen, dass sie von ihrem Vater missbraucht wurde. Nun hat sich ihr Bruder zu den Vorwürfen geäußert.

Los Angeles.  Woody Allens Sohn Ronan Farrow (28) hat den Medien vorgeworfen, die Missbrauchsvorwürfe seiner Adoptivschwester Dylan gegen ihren Vater kleinzuhalten. „Die langsame Entwicklung der Old-School-Medien hat dazu beigetragen, eine Kultur der Straffreiheit und des Schweigens zu schaffen“, schrieb Farrow, der auch als Journalist arbeitet, in einem Gastbeitrag für den „Hollywood Reporter“. „Ich glaube meiner Schwester“, so Farrow weiter.

Dylan Farrow hatte Woody Allen 2014 öffentlich vorgeworfen, sie als Kind vergewaltigt zu haben. Der US-Regisseur bestritt die Vorwürfe. Ronan Farrow kritisierte nun, Zeitungen wie die „New York Times“ und die „Los Angeles Times“ hätten über die Ausführungen seiner Schwester aus Angst vor Allens mächtiger PR-Rückendeckung nicht oder nicht ausführlich genug berichtet. „Zu viele Beziehungen standen auf dem Spiel.“

Am Mittwochabend eröffnete Allen mit seinem Film „Café Society“ die Filmfestspiele von Cannes. (bk/dpa)

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