Ausblick

Gute Vorsätze Berliner Prominenter im Realitäts-Check

Nach Silvester beginnt die Zeit der Wahrheit für die persönlichen Ziele, die sich Prominente für das Jahr 2014 gesetzt haben. Doch was bleibt am Ende von den vielen guten Ideen und Vorhaben übrig?

An Silvester knallen die Korken mindestens genau so laut und zahlreich wie die Raketen, das Jahr geht zu Ende und die persönliche Liste der guten Vorsätze für die kommenden 365 Tage wird immer länger.

Doch was bleibt am Ende wirklich übrig von den vielen guten Ideen und Vorhaben für das kommende Jahr? Schafft man es einmal mehr in der Woche ins Fitnessstudio? Steht öfter Salat als Fast Food auf dem Ernährungsplan? Und vor allem: Wie läuft es mit der Stress-Reduktion und der zusätzlichen Zeit für Freunde und Familie?

Wir haben bei Prominenten nachgefragt, wie ihre Vorsätze für das kommende Jahr lauten – und uns auf einer Skala von 1 bis 6 überlegt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie wirklich umgesetzt werden. Faktor 1 steht für „absolut umsetzbar“, 6 für „völlig unmöglich“.

Keine Sorge: Mit der Erkenntnis, dass Vorsätze dafür da sind, gebrochen zu werden, dürfen sich die meisten am Ende trösten.

Judith Rakers: „Vorsätze breche ich jedes Jahr“

Mehr Schlaf, mehr Sport und weniger Schokolade: Moderatorin Judith Rakers hat jedes Jahr die gleichen Vorsätze, wie sie sagt. „Und in der Regel breche ich diese Vorsätze schon in den ersten beiden Wochen des Jahres“, so die 37-Jährig Tagesschau-Sprecherin. Schlimm findet sie das jedoch nicht, wie sie betont. „So geht es wahrscheinlich jedem“, sagt Rakers. Ihre Durchhaltewahrscheinlichkeit: Faktor 6.

Jörg Woltmann: „Mehr Freizeit“

KPM-Chef und Bankier Jörg Woltmann hat sich für 2014 vorgenommen, sich ein bisschen mehr Freizeit zu gönnen. Außerdem will er mehr auf eine gesunde Ernährung achten. „Spätestens ab dem 15. Januar, wenn es mit den Neujahrsempfängen in Berlin los geht, hat es sich dann auch schon wieder erledigt“, sagt der 66-Jährige. Immerhin hat er das neue Jahr schon im Ausland begrüßt. Er feierte mit seiner Familie auf der Ferieninsel Ibiza. Seine Durchhaltewahrscheinlichkeit: Faktor 4.

Raed Saleh: „Engagiert und neugierig“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, möchte 2014 vorbildhaft einen Beitrag für eine stabile Entwicklung in Berlin leisten. „Trotzdem möchte ich die Neugier nicht verlieren und weitere Themen setzen“, sagt der Politiker. Privat möchte er versuchen, mehr Zeit für Frau und Familie zu haben. Auch Sport stehe ganz weit oben auf seiner Liste. Bereits in 2013 hat er einen gesünderen Lebensstil praktiziert. Durchhaltewahrscheinlichkeit: Faktor 2.

John B. und Kimberly Emerson: „Verbundenheit mit Deutschland vertiefen“

Seit Mitte 2013 ist der Amerikaner John B. Emerson der neue Botschafter der USA in Berlin. Gemeinsam mit seiner Frau Kimberly und seinen drei Töchtern ist er in die Residenz nach Grunewald gezogen. Häufig ist er mit seiner Familie unterwegs, um sich die verschiedensten Ecken Deutschlands anzuschauen. „Mein Vorsatz ist, die freundschaftliche Verbundenheit, die meine Familie und ich während unserer ersten vier Monate in Deutschland erlebt haben, zu vertiefen“, sagt der Botschafter.

Besonders Bundesländer, die er bislang noch nicht kennengelernt habe, interessieren ihn. Durchhaltewahrscheinlichkeit: Faktor 1.

Frank Henkel: „Sport als Ausgleich“

Als Innensenator hat Frank Henkel (CDU) stets viel zu tun. Da bleibt nicht viel und selten Zeit für das persönliche Freizeitvergnügen. „Ich habe mir für 2014 vorgenommen, endlich wieder etwas mehr Sport zu treiben und genug Zeit für meinen kleinen Sohn zu haben“, sagt der Senator, der überzeugt ist, dass sich die Vorsätze perfekt ergänzen: „Beides hält fit und ist ein guter Ausgleich zur Arbeit als Innensenator.“ Wir wünschen Durchhaltewahrscheinlichkeit: Faktor 2.

Nanna Kuckuck: „Mehr Ruhe bewahren“

Sich darüber bewusst werden, was im vergangenen Jahr schief gelaufen ist – und das Ganze im nächsten Jahr optimieren: Designerin Nanna Kuckuck hat einen Plan. „Ich nehme mir vor, in den wichtigen Momenten einfach mehr Ruhe zu bewahren und mehr an das Leben neben dem Job zu denken“, sagt die Mode-Expertin. Diesen Entschluss hat die Berlinerin zwar nicht erst jetzt gefasst, aber ein Jahresabschluss sei eine „gute Motivation“. Wir glauben an Durchhaltewahrscheinlichkeit: Faktor 3.

Michael Frenzel: „Endlich den Bootsführerschein“

Michael Frenzel, General Manager des „Hotel Palace Berlin“, hat viel vor für das kommende Jahr, sportlich und kulturell. „Ich möchte ein Mal pro Monat in ein Berliner Museum gehen, da dies immer zu kurz kommt“, sagt er. Auch seine Leidenschaft im Tanzen möchte er weiter verfeinern, „viel akkurater werden.“ Hinzu komme ein schon seit langem vorgenommenes Ziel: endlich den Bootsführerschein zu machen. Eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und Durchhaltewahrscheinlichkeit wünschen wir: Faktor 3.