Prinz Harry (27) hat bei seiner ersten offiziellen Übersee-Tour die Werbetrommel für seine Großmutter, die britische Königin Elizabeth II., gerührt. Am Dienstag machte er Station in Jamaika und trat dort unter anderem ein Wettrennen gegen den schnellsten Mann der Welt, den Sprinter Usain Bolt, an.

Der in ein Trikot in den jamaikanischen Nationalfarben Grün, Gold und Schwarz gekleidete Harry griff allerdings auf einen kleinen Trick zurück, um den Weltklasse-Läufer abzuhängen: Er forderte Bolt auf, nach rechts und links zu schauen und rannte dann einfach los. Anschließend zeigten der Prinz und der Läufer gemeinsam Bolts berühmte Siegerpose. Anzunehmen, dass Bolt über die 20-Meter-Distanz erst gar nicht richtig loslegte…

Harry ist seit Freitag unterwegs und war bereits in Belize und auf den Bahamas. Er vertritt die Queen, die dieses Jahr ihr 60. Thronjubiläum feiert. Während die 85-Jährige Großbritannien bereist, übernehmen ihre Kinder und Enkelkinder die anstrengenderen Reisen in die Länder des Commonwealth, deren Staatsoberhaupt die Queen zum Teil noch immer ist.

In Jamaika war Harry mit einer Diskussion über die Abschaffung der Queen als Staatsoberhaupt konfrontiert, die auch in anderen Commonwealth-Ländern läuft. Die Premierministerin Jamaikas, Portia Simpson Miller, sagte dem Sender BBC, es sei Zeit für ihr Land, sein „Schicksal selber in die Hand zu nehmen“.

Bei einer Versammlung junger Menschen in einem Sportstadion in Nassau auf den Bahamas hatte Harry am Montag gesagt: „Die Queen würde sich riesig freuen, das hier zu sehen, und in ihrem Namen gratuliere ich euch allen.“ Daheim wurde die Reise des einst als Partyprinz verschrienen Harrys als Erfolg gefeiert.

dpa/AFP/mim