18.000 Gäste in New Jersey

Houstons Familie plant Mega-Trauerfeier in Arena

| Lesedauer: 4 Minuten

Die Familie von Whitney Houston will offenbar mit einer riesigen Trauerfeier der US-Sängerin die letzte Ehre geben. Der Leichnam der Pop-Diva wurde am Montagabend von Los Angeles in Houstons Heimat im Ostküsten-Staat New Jersey gebracht.

Whitney Houstons Familie erwägt, Tausende Fans zur Trauerfeier in einer großen Sport- und Musikarena in Newark (New Jersey) einzuladen. Nach Angaben von CNN prüfen die Hinterbliebenen derzeit, ob Newarks Prudential Center mit seinen rund 18.000 Sitzen an diesem Freitag für eine Veranstaltung zum Gedenken an die berühmte Soul- und Popdiva zur Verfügung steht. Houston war in der Industriestadt vor den Toren New Yorks aufgewachsen. Sie starb am Samstag im Alter von 48 Jahren im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles

Der Leichnam von Whitney Houston ist in einem Privatflugzeug von Los Angeles nach Newark überführt worden. In ihrem Geburtsort im US-Staat New Jersey soll die verstorbene Popsängerin beigesetzt werden, wie aus dem Umfeld ihrer Familie verlautete. Demzufolge könnte am Donnerstag eine Totenwache abgehalten werden und am folgenden Tag im Prudential Center in Newark die Beerdigungsfeier stattfinden.

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Houstons Leichnam wurde nach der Obduktion in Los Angeles am späten Montag (Ortszeit) im Privatjet nach Newark geflogen. Dort übernahm eine Kutsche den Sarg und fuhr ihn umringt von einer Polizei-Eskorte zum Bestattungsinstitut Wigham Funeral Home, wo Whitneys Mutter Cissy Houston auf die sterblichen Überreste ihrer Tochter wartete. Das Bestattungsunternehmen wollte allerdings nicht bestätigen, dass es mit der Beisetzung betraut wurde. Doch mehrere Polizisten waren vor Ort eingesetzt, ein weißes Zelt wurde am Hintereingang errichtet und zwei opulente goldene Sarkophage standen am Vordereingang. Dutzende Menschen harrten dem Nachrichtensender CNN zufolge vor dem Bestattungsinstitut Whigham Funeral Home in Newark aus, um dem Star zu huldigen. Am späten Montagabend (Ortszeit) sei dann ein von einer Polizeieskorte begleiteter Leichenwagen auf dem Gelände eingetroffen. Die Gerichtsmedizin in Los Angeles hatte zuvor Houstons Leichnam nach einer Autopsie freigegeben.

Die Stadtverwaltung Newarks wartete auf die Ankunft von Houstons Angehörigen, um die Planungen für eine mögliche Totenwache am Donnerstag und eine Beerdigungsfeier im Prudential Center am Tag darauf abzuschließen.

Auf einer elektronischen Anzeigetafel außerhalb der Sportarena ist seit Montagnacht ein Bild Houstons zu sehen. Houstons Angehörige diskutierten auch die Möglichkeit, einen kleineren Gottesdienst in der New Hope Baptist Church abzuhalten, wo viele Familienmitglieder dem Chor angehörten. Sie wollten sich am Dienstag mit den Behörden treffen, um Detailfragen zu klären, wie aus Kreisen verlautete.

In der New Hope Baptist Church begann die Gesangskarriere von Houston im Kindesalter, ihre Mutter, die Gospelsängerin und Grammy-Gewinnerin Cissy Houston, war dort jahrelang musikalische Leiterin. Ihre Cousine, Sängerin Dionne Warwick, sang ebenfalls in dem Gospelchor. Am Montag legten Fans Blumen, Luftballons und Kerzen für Houston am schmiedeeisernen Zaun der Kirche nieder.

"Sie war eine Inspiration für jeden“

"Sie war eine Inspiration für jeden“, sagte ein Schauspieler, der in der Nachbarschaft aufwuchs und einen Strauß Blumen brachte. Er habe Houston vor Jahren bei einem Auftritt im Performing Arts Center in New Jersey gesehen. „Ich wuchs mit ihrer Musik auf“, erklärte er. Wenn man sie singen gehört habe, habe man gewusst, dass sie etwas ganz Besonderes sei.

Houston war am Samstagnachmittag von einem persönlichen Angestellten in der Badewanne ihres Zimmers im Beverly Hilton Hotel gefunden worden. Zu diesem Zeitpunkt habe sie sich unter Wasser befunden und sei offenbar bewusstlos gewesen, teilte der Sprecher der Polizei von Beverly Hills, Mark Rosen, am Montag mit. Mehrere Angestellte hätten die 48-Jährige aus der Badewanne gezogen und das Sicherheitspersonal des Hotels verständigt.

Gerichtsmedizinier Ed Winter sagte, im Hotelzimmer seien verschreibungspflichtige Medikamente gefunden worden. Es seien allerdings nicht viele gewesen: „Sie haben vermutlich genauso viele Arzneifläschchen in Ihrem Medizinschrank“, sagte er zu Journalisten.

Bislang gibt es nach offiziellen Angaben keine Anzeichen auf Fremdverschulden oder Gewalteinwirkung. Allerdings wollen die Behörden bis zum Vorliegen der toxikologischen Untersuchungsergebnisse keine mögliche Todesursache ausschließen. Bis die Tests abgeschlossen sind, könnten Wochen vergehen.

New Jerseys größte Zeitung „The Star Ledger“ forderte Gouverneur Chris Christie am Dienstag offiziell auf, aus Anlass von Whitneys Tod Staatstrauer anordnen und die Flaggen auf Halbmast setzen zu lassen.

( AFP/dpa/dapd/nbo )

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