Pornodarstellerin

Gutachten offenbart Ursache von "Sexy Coras" Tod

Ein knappes Jahr nach der Tragödie liegt das Gutachten vor: Bei der sechsten Brust-Operation der Pornodarstellerin Carolin Wosnitza führten Arzt-Fehler zum Tod.

Elf Monate nach dem Tod der Amateur-Pornodarstellerin Sexy Cora scheint die Ursache geklärt: Offenbar hat eine falsche Beatmung bei der letzten Brust-OP des „Big Brother“-Stars durch die Anästhesistin der Hamburger Alster Klinik zum Herzstillstand der erst 23-Jährigen geführt. Das hat der „Bild“-Zeitung zufolge das abschließende Gutachten der Rechtsmedizin ergeben.

Demnach hat das vom Chirurgen verabreichte Narkosemittel nicht zum Herzstillstand beigetragen. Beim Wiederbelebungsversuch jedoch habe er als auch die Anästhesistin schwere Fehler gemacht.

Offenbar wurde ein Defibrillator, ein Stromstoß-Gerät, eingesetzt. Dabei wäre eine Herzdruckmassage notwendig gewesen, die dem OP-Bericht und den Narkoseprotokollen zufolge aber nicht erfolgt ist.

Sexy Cora, alias Carolin Wosnitza, war während ihrer sechsten Brust-Operation am 11. Januar 2011 ins Koma gefallen und neun Tage später gestorben.

Die beiden belasteten Ärzte haben nun Gelegenheit, auf das Gutachten zu reagieren. Dann entscheidet die Staatsanwaltschaft über eine mögliche Anklage.

Wosnitza, geborene Ebert, wurde 1987 in Berlin geboren. Nach Realschulabschluss und abgebrochener Krankenschwesterausbildung lernte sie mit 18 Jahren ihren späteren Ehemann Tim Wosnitza kennen, der sie mit 21 ins Pornogeschäft brachte.

Die Filme von "Sexy Cora" wurden als kostenpflichtige Clips im Internet angeboten oder als DVD vertrieben. Nebenher war sie noch als Web-Cam-Girl in verschiedenen Erotik-Portalen tätig, posierte auch als Fotomodell.

Deutschlandweit bekannt wurde Wosnitza 2010 als Kandidatin bei der zehnten Staffel von „Big Brother“. 43 Tage verbrachte sie in dem Container, bevor sie freiwillig ging.