Gerichtsprozess

Boris Beckers Hochzeit mit juristischem Nachspiel

Wie teuer war die Hochzeit von Boris Becker und Lilly Kerssenberg vor zwei Jahren in der Kapelle Regina Pacis im Prominentenort St. Moritz? Darüber streitet sich Ex-Tennisstar Boris Becker mit dem Pfarrer.

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Es läuft nicht gut für ihn. Nur auf Krücken gestützt kann sich Boris Becker derzeit fortbewegen, eine Verletzung am Fuß zwingt ihn dazu.

Doch damit nicht genug: Nun gibt es zudem noch einen pikanten Streit vor einem Gericht in der Schweiz. Und der beschäftigt sich ausgerechnet mit „einem der schönsten Tage“ im Leben des einstigen Tennisstars. So fordert der amerikanische Pfarrer Brent Fisher, der Becker und seine langjährige Freundin Lilly Kerssenberg im Juni 2009 in der Kapelle Regina Pacis im illustren Örtchen St.Moritz vor reichlich prominenten Gästen und unzähligen TV-Kameras traute, den Ausgleich einer Rechnung in Höhe von 9600 Franken (fast 7900 Euro) für diese Dienstleistung – die Becker allerdings nicht bezahlen möchte.

„Dieser Pfarrer will mich abzocken“, sagte der 43-Jährige am Freitag vor dem Kantonsgericht. Es gehe ihm bei diesem Prozess ums Prinzip: Der Pfarrer habe ihm schließlich in einem Voranschlag mitgeteilt, dass eine Trauung bei ihm rund 2000 Franken, etwa 1600 Euro, koste. Darauf habe er vertraut. Er sei sehr enttäuscht vom Verhalten des Kirchenvertreters. Der wiederum bestätigte zwar einen Voranschlag, betonte aber gleichzeitig, dass der Kostenrahmen nur für „normale Trauungen“ gelte. „Dies war keine normale Hochzeit.“ Ob es das Gericht genauso sieht, soll sich in zwei bis drei Wochen entscheiden.