Skandal-Gast

Ruby macht beim Wiener Opernball auf seriös

Richard Lugners Skandal-Gast Ruby hat sich beim Wiener Opernball artig benommen. Allerdings hatte ein anderer Stargast Lust auf "Bunga-Bunga".

Berlusconis Ex-Gespielin Karima al-Mahroug, besser bekannt als Ruby Rubacuori (Ruby die Herzensbrecherin), hat sich beim Wiener Opernball betont freundlich-seriös gegeben. Bereits im Vorfeld hatte sie betont, wieder eine "ganz normale junge Frau sein zu wollen".

Die 18-Jährige begleitete den 60 Jahre älteren Baumogul Richard Lugner, in Wien nur als "Mörtel" bekannt, auf den Ball. Das Paar nahm in der Ehrenloge Lugners Platz.

Ruby zeigte sich auf dem Ball im goldenen Kleid mit Pelzjäckchen und lächelte charmant-zurückhaltend in die Kameras. Aus der Loge ihres Gastgebers Lugner beobachtete sie gemeinsam mit den Schauspielern Larry Hagman ("Dallas") und Zachi Noy („Eis am Stiel“) das Treiben auf dem Tanzparkett.

Mit ihrem moderaten Auftreten schien die gebürtige Marokkanerin die ursprünglich entsetzten Organisatoren besänftigt zu haben. „Ich werde jeden Gast auf der Feststiege begrüßen, egal wer er ist und woher er kommt“, kündigte Ballmutter Desirée Treichl-Stürgkh schon vor dem Ball in der Zeitung „Österreich“ an.

Den Frieden störte Musiker und Friedensaktivist Bob Geldof. Zwar nutzte er das Walzer-Spektakel für Gespräche mit Politikern zum Kampf gegen den Hunger. Doch auch den 59-Jährigen ließ die hübsche Marokkanerin nicht kalt. „Sie schläft gerne mit älteren Männern, vielleicht habe ich auch eine Chance“, kalauerte er gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Dass Ruby der Mittelpunkt der Veranstaltung war, konnten die Organisatoren auch dadurch nicht verhindern, dass sie sich bemühten, das Gesellschaftsereignis zu einem „Künstlerball“ zu machen: Erstmals spielten die Wiener Philharmoniker für die Tanzenden auf. Erstmals gab es auch eine Ballett-Darbietung, bei der Ballett-Direktor Manuel Legris selbst die Solopartie tanzte.

Unter den Teilnehmern des alljährlichen Society-Ereignisses waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft. Insgesamt waren 5000 zahlende Gäste zu dem Ball gekommen. Sie mussten dafür zwischen 230 Euro für den einfachen Eintritt und bis zu 17.000 Euro für eine Loge berappen.