HipHop-Star Jay-Z (40) ist in der Musikszene bekannt für seine soziale Ader. Denn er produziert nicht nur ein erfolgreiches Album nach dem anderen, der Rapper fördert auch junge Talente wie Willow Smith und unterstützt Künstler wie Kanye West.
Allerdings scheint der Amerikaner, der mit gebürtigem Namen Shawn Corey Carter heißt, auch privat ein großes Herz zu haben. Wie die englische Zeitung The Sun berichtete, hat Jay-Z seinem Cousin Emory Jones, der im Januar 2000 wegen Kokainbesitzes zu 16 Jahren Haft verurteilt worden war, zu einer frühzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis verholfen.
Der Musiker hatte an den zuständigen Richter Benson Legg einen langen Brief verfasst, in dem er Jones als einen verlässlichen und ehrlichen Menschen beschrieb, dem er gern einen Job bei seinem Modelabel Rocawear anbieten würde. "Ich glaube, dass sich seine Qualitäten, bei denen ich mich unter anderem auf seine Intelligenz, seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten und seine Arbeitseinstellung beziehe, gut in mein Unternehmen integrieren lassen würden", hieß es unter anderem in dem Schriftstück.
Anscheinend hat sich der familiäre Einsatz von Jay-Z für seinen Cousin gelohnt. Der Brief wurde im April einem Antrag auf Strafmilderung beigelegt, dem der Richter Benson Legg dann tatsächlich stattgab. Kurze Zeit später wurde Jones aus dem Gefängnis entlassen und steht seitdem unter der Obhut des Rap-Moguls, der ihm übrigens ein Einstiegsgehalt von jährlichen 50 000 Dollar zahlt.
Doch wie heißt es doch immer so schön: Eine Hand wäscht die andere, denn bevor Jay-Z berühmt wurde, war es Emory Jones, der dem heutigen Star damals finanziell unter die Arme griff und ihm eine Arbeit besorgte. Gute Familienbeziehungen sind also manchmal im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert, zumal Jay-Z in seiner eigenen Vergangenheit auch nicht immer der brave Junge von nebenan gewesen ist. Der englischen Zeitung The Guardian verriet er Anfang November, dass er mit zwölf Jahren seinem eigenen Bruder Eric in die Schulter geschossen hatte, nachdem dieser ihm einen Ring gestohlen hatte.
Allerdings ist der 40-Jährige auch ein gutes Beispiel, aus Fehlern zu lernen. Mit einem geschätzten Vermögen von 450 Millionen Dollar ist der Musiker der erfolgreichste Rap-Star weltweit. Für seine Arbeit heimste der Amerikaner sich bislang zehn Grammy Awards ein, seine Alben verkauften sich mehr als 50 Millionen Mal. Cousin Emory Jones hat nach seinem Knastaufenthalt also ein gutes Vorbild, an dem er sich künftig orientieren kann.
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