Unterstützung für Flutopfer

Angelina Jolie auf Hilfsmission in Pakistan

Angelina Jolie ist nach Pakistan geflogen, um für die Flutopfer Hilfsfonds einzurichten. Zudem will sie die Folgen der Katastrophe filmen, um mehr Leute zum Spenden zu bewegen.

Eins muss man ihr lassen: Ganz egal, wie gefragt sie als Hollywood-Ikone auch ist, Angelina Jolie (35) nimmt ihre Aufgabe als UN-Botschafterin mindestens ebenso ernst und scheut weder Geld noch Mühe, um sich für die Ärmsten der Armen einzusetzen. Als Repräsentantin des UN-Flüchtlingswerk "UNHCR" flog sie am Montag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad, um den Flutopfern und Obdachlosen vor Ort zu helfen.

Ihr Plan: Die Oscarpreisträgerin will Notfallfonds einrichten. Der Grund: Die Vereinten Nationen hatte nachlassende Hilfe für die Betroffenen beklagt. Von den angeforderten 460 Millionen Dollar Nothilfe wurden bis jetzt nur 321 Millionen gezahlt oder zugesagt.

Um zu beweisen, wie ernst sie es meint, hat die Schauspielerin nun selbst bereits knapp 80.000 Euro aus ihrer eigenen Tasche gespendet, nun erhofft sich die 35-Jährige, durch ihre Präsenz und ihren Bekanntheitsgrad noch weitere Menschen zu finanzieller Unterstützung zu bewegen.

Um mehr Aufmerksamkeit zu erregen und weltweit über das Ausmaß der Flutkatastrophe in Pakistan zu informieren, will Jolie zudem die Lage vor Ort filmen und die Videos dann veröffentlichen.

"Sie ist wegen der Verwüstung in Tränen aufgelöst und möchte tun, was auch immer sie kann, um zu helfen. Brad geht mit derselben Leidenschaft daran und hat auch schon davon gesprochen, rüber zu gehen", verriet ein Insider der britischen Zeitung "The Sun". "Sie mögen Hollywood-Stars ein, aber sie sind auch großzügige Menschen."

Nach Information der Vereinten Nationen seien sechs Millionen Flutopfer auf Soforthilfe zum Überleben angewiesen. Weitere acht Millionen Menschen seien indirekt oder längerfristig von den Überschwemmungen betroffen, bei denen mehr als 1200 Menschen ums Leben kamen. 288.000 Häuser wurden nach Uno-Angaben zerstört oder schwer beschädigt. "Die Opferzahl ist bislang relativ niedrig im Vergleich zu anderen Naturkatastrophen, die Zahl der Betroffenen aber außergewöhnlich hoch", sagte Uno-Nothilfekoordinator John Holmes der Schweizer Zeitung "Tagesanzeiger". "Wenn wir nicht schnell genug handeln, könnten viele weitere Menschen durch Krankheiten und Lebensmittelknappheit sterben."

Jolie und Brad Pitt (46) hatten bereits vor einem Jahr rund 800.000 Euro gespendet, um Vertriebenen in Pakistan zu helfen. Im Juni 2009 waren mehr als zwei Millionen Menschen vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Taliban geflüchtet. Die sechsfache Mutter war danach noch drei weitere Male als Sonderbotschafterin in die Krisenregion gereist, um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen.

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