Filme wie "Weiße Jungs bringens nicht" und "Demotion Man" machten ihn berühmt, mit seiner Rolle in "Blade" scheffelte Hollywoodstar Wesley Snipes Millionen. Allerdings schien der Schauspieler nicht so ganz verstanden zu haben, dass auch er als Berühmtheit gewisse Abgaben ans Finanzamt zahlen muss und nicht die ganze Gage für sich behalten kann. Nun drohen dem Amerikaner aus genau diesen Gründen drei Jahre Haft - drei Jahre, die den 47-Jährigen seine Karriere kosten könnten.

2006 wurde Snipes das erste Mal wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Ihm wurden vorgeworfen, zwischen 1999 und 2004 zu niedrige Einkommenssteuer bezahlt und sich somit knapp zehn Millionen Euro erschlichen zu haben. Die Gerichtsverhandlung fand dann jedoch erst im April 2008 statt, ein Richter verurteilte den Schauspieler schon damals zu drei Jahren Haft.

Allerdings kam Snipes gegen eine Kaution wieder frei, seine Anwälte legten Revision ein. In Atlanta zeigte man jedoch abermals keine Gnade mit dem Prominenten, am 16. Juli 2010 wurde sein Einspruch gegen das vorinstanzliche Urteil durch ein Berufungsgericht zurückgewiesen. Ob Wesley Snipes Anwälte das Urteil wieder anfechten werden, ist bisher noch unklar. Womöglich muss der Star nun tatsächlich eine Zelle beziehen. Vielleicht lehrt ihn die Zeit hinter schwedischen Gardinen ja, dass er künftig ein bisschen mehr Geld in einen guten Steuerberater investieren sollte, um nicht unnötig viel Zeit hinter Gittern zu verbringen.

nsch