SchriftstellerMartin Suter gilt als Schweizer Edelfeder, die sich keinem Genre verwehrt. Immer wieder geht es in seinen Werken auch um die Liebe. Über seine eigenen Erfahrungen in Herzensangelegenheiten spricht der 76-Jährige im Rahmen der Serie „Meine erste Liebe“ mit den Funke Tageszeitungen. Sein Interesse an Beziehungen entwickelte Suter schon früh, wie er verrät. Um mit Mädchen in Kontakt zu kommen, hatte er in jungen Jahren seine ganz eigene Methode.

Ihr Roman „Melody“ dreht sich um die unauslöschlichen Erinnerungen an eine außerordentliche Liebe. Wie lebhaft erinnern Sie sich an Ihre erste romantische Begegnung?

Martin Suter: Ziemlich lebhaft. Da war ich so sechs oder sieben – in der Zeit zwischen Kindergarten und Grundschule. Ihr Name war Nelda und sie hatte langes blondes Haar. Weil sie die Tochter eines Fahrradhändlers war, besaß sie auch selbst ein kleines Fahrrad, was sie nochmal so attraktiv gemacht hat. Ich war sehr verliebt in sie, gestand ihr aber das nie.