Das große „Barbenheimer“-Rennen um die Oscars ist entschieden: Das biografische Epos „Oppenheimer“ über den Erfinder der Atombombe geht als glasklarer Gewinner hervor: Bester Film, beste Regie für Christopher Nolan, bester Hauptdarsteller Cillian Murphy, bester Nebendarsteller (Robert Downey Jr) – Oppenheimer hat bei der 96. Verleihung der Academy-Awards in Los Angeles die Königsdisziplinen abgeräumt.
Der zweite große Favorit und Welterfolg des vergangenen Jahres an den Kinokassen, „Barbie“, ging dagegen beinahe leer aus. Nur der Filmsong „What Was I Made For?“ (Billie Eilish/Finneas O’Connell) kann gewinnen. Regisseurin Greta Gerwig und die fulminante Hauptdarstellerin Margot Robbie waren von der Academy allerdings erst gar nicht nominiert worden – was aufgrund der enormen Publikumsresonanz für den Film auf heftige Kritik im Vorfeld gestoßen war.
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Kein Oscar für deutsche Filmschaffende
Weder Schauspielerin Sandra Hüller noch die Filme der beiden Regisseure İlker Çatak („Das Lehrerzimmer“) und Wim Wenders („Perfect Days“) gewannen eine Auszeichnung. Den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle holte Emma Stone für „Poor Things“, die sich unter anderen gegen die Deutsche Sandra Hüller („Anatomie eines Falls“) durchsetzte. Hüller vergoss dennoch Freudentränen bei der Oscar-Verleihung, wurden doch beide Filme, an denen sie mitgewirkt hatte („Zone of Interest“ und „Anatomie eines Falls“) mit Preisen ausgezeichnet.
Die besten Bilder der Osca-Nacht:
Große Roben, große Gesten
Neben „Oppenheimer“ zählt die groteske, verstörende Komödie „Poor Things“ mit insgesamt vier Preisen als zweiter Gewinner des Abends:
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Die Oscars in der Übersicht:
- Bester Film: „Oppenheimer“ (Produktion: Christopher Nolan, Charles Roven, Emma Thomas)
- Bester internationaler Film: die britische Produktion „The Zone of Interest“ von Jonathan Glazer
- Regie: Christopher Nolan für „Oppenheimer“
- Hauptdarstellerin: Emma Stone („Poor Things“)
- Hauptdarsteller: Cillian Murphy („Oppenheimer“)
- Nebendarstellerin: Da’Vine Joy Randolph („The Holdovers“)
- Nebendarsteller: Robert Downey Jr. („Oppenheimer“)
- Kamera: Hoyte van Hoytema für „Oppenheimer“
- Original-Drehbuch: Justine Triet und Arthur Harari für „Anatomie eines Falls“
- Adaptiertes Drehbuch: Cord Jefferson für „Amerikanische Fiktion“ („American Fiction“)
- Schnitt: Jennifer Lame für „Oppenheimer“
- Filmmusik/Original Score: Ludwig Göransson für „Oppenheimer“
- Filmsong: aus „Barbie“ das Lied „What Was I Made For?“ (Billie Eilish/Finneas O’Connell)
- Produktionsdesign/Szenenbild: „Poor Things“ (Shona Heath, Zsuzsa Mihalek, James Price)
- Ton/Sound: „The Zone of Interest“ (Johnnie Burn und Tarn Willers)
- Visuelle Effekte: „Godzilla Minus One“ (Japan)
- Animationsfilm: „Der Junge und der Reiher“ (Hayao Miyazaki und Toshio Suzuki)
- Animations-Kurzfilm: „War Is Over! Inspired by the Music of John & Yoko“ (Brad Booker und Dave Mullins)
- Dokumentarfilm: „20 Tage in Mariupol“ (Mstyslaw Tschernow, Raney Aronson-Rath und Michelle Mizner)
- Dokumentar-Kurzfilm: „The Last Repair Shop“ (Kris Bowers und Ben Proudfoot)
- Make-up/Hairstyling: „Poor Things“ (Mark Coulier, Nadia Stacey und Josh Weston)
- Kostümdesign: Holly Waddington für „Poor Things“
- Kurzfilm (Live Action Short Film): „Ich sehe was, was du nicht siehst“ (The Wonderful Story of Henry Sugar) von Wes Anderson und Steven Rales
(fmg/mit dpa)











































