Er wünsche sich nur, dass der Spuk endlich ein Ende habe, sagte Arafat-Abou Chaker am Freitag vor dem Landgericht Berlin. Er hoffe, dass er bald endlich wieder ein normales Leben mit seiner Familie führen könne. „Seit dieser Sache mit Herrn Ferchichi bin ich überall nur noch der große Clanboss“, so Abou-Chaker mit belegter Stimme. Es waren ungewohnt nachdenkliche Worte für den 47-Jährigen, der allgemein als skrupellose Größe der Berliner Clankriminalität gilt und sich am 111. Verhandlungstag seines Verfahrens erstmals im Zeugenstand äußerte.
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Anis Ferchichi, das ist der bürgerliche Name des Rappers Bushido. „Mein ehemaliger Bruder, bester Freund und Geschäftspartner“, wie Abou-Chaker ihn am Freitag nannte. Bushido wirft seinem „Ex-Manager“ Arafat und drei seiner Brüder Nasser, Yasser und Rommel vor, ihn im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt, beschimpft, bedroht und mit einer Flasche geschlagen zu haben. Zu den mutmaßlichen Taten soll es gekommen sein, nachdem Bushido die Beziehungen zu seinem Manager aufgelöst hatte. Dieser gibt an, seit 2004 an der Seite des Rappers in der Musikbranche tätig und niemals ein Clanchef gewesen zu sein.
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