Das neue Jahr ist da. In ganz Deutschland haben die Menschen 2024 begrüßt. Auf der traditionellen Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin feierten Zehntausende ausgelassen den Jahreswechsel. Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in der Hauptstadt weitgehend für einen ruhigen Verlauf gesorgt. Es kam nur vereinzelt zu Krawallen, so zum Beispiel am Alexanderplatz. Auch aus Hamburg, München und Frankfurt am Mainz wurden bis Mitternacht keine dramatischen Zwischenfälle gemeldet.

Nach den Terrorwarnungen am Kölner Dom ist es auch im Bereich um die Kathedrale am Silvesterabend nach Angaben der Polizei zunächst ruhig geblieben. Es habe am Sonntagabend vorerst keine größeren Einsätze rund um die Kathedrale gegeben, hieß es bei der Polizei. Nach Hinweisen auf einen mutmaßlich geplanten Terroranschlag gab es am Silvesterabend weitreichende Absperrungen.

Begonnen hatte der Jahreswechsel um 11.00 Uhr deutscher Zeit – auf dem Südsee-Atoll Kiritimati. Weltweit haben die Menschen dort als erste 2024 begrüßt. Nur 15 Minuten später folgten die zu Neuseeland gehörenden Chatham Islands. Sie liegen etwa 800 Kilometer östlich von Neuseeland und haben eine eigene Zeitzone – nur rund 700 Einwohner leben auf zwei der zehn Inseln des Archipels.

Hongkong feiert, China lässt es ruhig angehen

Eine Stunde nach Kiritimati feierten Neuseeland sowie die Inselstaaten Samoa und Tonga den Jahreswechsel. In Neuseelands größter Stadt Auckland stand der 328 Meter hohe Sky Tower im Zentrum einer aufwendigen Lichtershow mit 500 Kilogramm Pyrotechnik.

Auch China hat das neue Jahr begrüßt, indes ruhiger als andere Teile der Welt. Zwar gibt es auch in der Volksrepublik kleinere Feiern, aber Silvester hat für die Chinesen nicht die höchste Priorität. Schließlich beginnt das neue Jahr nach dem traditionellen Mondkalender erst am 10. Februar.

In den chinesischen Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau hat Silvester einen höheren Stellenwert. In Hongkong versammelten sich Zehntausende rund um den Victoria Harbour, um das große Feuerwerk zu bestaunen. Auch in der Casino-Stadt Macau fanden zahlreiche große Partys statt.

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Sydney wartet mit KI-Lichtshow auf 2024

Um 14 Uhr deutscher Zeit erleuchtete im australischen Sydney vor der weltberühmten Kulisse der Harbour Bridge und des Opernhauses eine Mega-Lichtershow den Himmel. Allein im Hafenviertel wurden laut Organisatoren mehr als 13.500 Feuerwerkskörper mit allerlei aufwendigen Spezialeffekten gezündet. Zudem soll es zum ersten Mal überhaupt von künstlicher Intelligenz generierte Lichterprojektionen geben – die weder für Luft- noch für Lärmverschmutzung sorgen.

Eine Million Schaulustige werden in der Metropole an der Ostküste erwartet, darunter auch aus Deutschland und anderen Ländern Europas angereiste Besucher. Etwa eine Milliarde Menschen schauen traditionell in aller Welt an den Bildschirmen zu.

Feuerwerk in Melbourne
Feuerwerk in Melbourne© IMAGO/AAP | IMAGO/DIEGO FEDELE

Australische Medien beschreiben echte Gänsehautmomente beim Feuerwerk: „Tausende zählten im Chor das neue Jahr an und jubelten als die ersten Raketen in den Himmel stiegen“, schreibt etwa der „Sydney Morning Herald“. Nicht fehlen durfte dabei die Neujahrs-Hymne „Auld Lang Syne“, gespielt vom Australischen Kammerorchester im Sender ABC.

„Das ist totaler Wahnsinn“, sagte die deutsche Touristin Janna Thomas der Nachrichtenagentur Associated Press. Sie habe seit 7.30 Uhr angestanden, um einen guten Platz im Hafen zu ergattern. „Das ist nicht einfach, einen guten Sitzplatz zu finden. Aber die Aussicht ist umwerfend.“

Amerikanisch-Samoa, das nur 220 Kilometer östlich von Samoa auf der anderen Seite der Internationalen Datumsgrenze liegt, wird das letzte Land sein, das das Jahr 2024 einläutet – zwölf Stunden nach Deutschland. (fmg)