Jeder liebt irgendein ein Stück von Trevor Horn. Der 74-jährige Brite hatte 1979 seinen Durchbruch mit den Buggles und „Video killed the radio star“, schuf 1983 „Relax“ und das im folgenden Jahr veröffentlichte Debütalbum von Mega-Hype Frankie Goes to Hollywod. Mit seinen Hochglanz-Produktionen für ABC, Grace Jones, Propaganda, Seal und später Routiniers wie Robbie Williams, Rod Stewart, Céline Dion und Tom Jones definierte er neu, was wir heute als Pop-Musik verstehen. Jetzt hat Horn für sein zweites Solo-Album „Echoes – Ancient & Modern“ (Deutsche Grammophon) mit Sängern wie Iggy Pop, Tori Amos und Marc Almond Songs aus 40 Jahren Musikgeschichte aufgenommen, darunter neue Versionen eigener Produktionen. Ein Stück singt er selbst. Aber das war so nicht geplant.

Ihre Platte strahlt eine optimistische Melancholie aus. Hatten Sie erst die Sängerinnen und Sänger und dann passende Songs ausgesucht, oder umgedreht?

Trevor Horn: Erst waren die Songs da. Ich hatte eine kurze Liste von Liedern, die ich gern machen wollte.

Karrierestart: Als einer der beiden Buggles hatte Trevor Horn (links) mit „Video killed the radio star“ seinen ersten internationalen Hit.
Karrierestart: Als einer der beiden Buggles hatte Trevor Horn (links) mit „Video killed the radio star“ seinen ersten internationalen Hit.© picture alliance / Photoshot | dpa picture alliance