Der deutsche TV- und Radiomoderator Hans Meiser ist tot. Das gab der Lübecker Radiosender „Radio Wellenrausch“, den der Verstorbene erst vor kurzem mitgegründet hatte, bekannt. Demnach sei der 77-Jährige unerwartet an Herzversagen gestorben. „Wir werden diesen großartigen Mann, Freund und Mitgründer unseres Senders Radio Wellenrausch nie vergessen! Danke Hans. Danke für alles“, schrieb der Sender auf Instagram.
Meiser gilt als Urgestein des deutschen Privatfernsehens. Nachdem er bereits mit 15 für das Jugend-Hörfunkprogramm des Südeutschen Rundfunks gearbeitet hatte, absolvierte er verschiedene Stationen als Radio-Moderator und war schließlich für den deutschsprachigen Rundfunksender „Radio Luxemburg“ tätig.
Hans Meiser: „Mann der ersten Stunde“ bei RTL
Als aus diesem mit „RTL plus“ einer der ersten privaten Fernsehsender Deutschlands hervorging, übernahm Meiser dort als Anchorman die Moderation der Nachrichtensendungen „7 vor 7“ und „RTL aktuell“. Große Bekanntheit erlangte er zudem durch die von ihm präsentierte Sendung „Notruf“ sowie die nach ihm benannte Talkshow „Hans Meiser“, mit der er regelmäßig ein Millionenpublikum erreichte.
Bis heute gilt die Sendung als Vorreiter für viele andere Talkshows. Ihr Erfolg führte zu einem Boom ähnlicher Formate im Nachmittagsprogramm. Als RTL seinen Vertrag 2010 nicht verlängerte, sagte Meiser man habe ihn „abgeschossen wie eine Wildsau in der Morgensonne“.
Bildergalerie: Diese Promis sind 2023 gestorben
Diese Prominenten sind 2023 gestorben
Ab 2013 moderierte er bei „Radio Regenbogen“ jeden Sonntag „Talk of Town – Die Hand Meiser Show“. Eine zeitweise Zusammenarbeit mit dem „Neo Magazin Royale“ von Jan Böhmermann wurde 2017 ausgesetzt, als bekannt wurde, dass Meiser für ein Onlineportal, das rechtspopulistische Verschwörungstheorien verbreitet, Werbespots eingesprochen hatte. In der Kritik stand der Moderator zudem wegen Werbung für vermeintlich unseriöse Finanzprodukte.
(fmg)






















































