Bajrakitiyabha ist die älteste Tochter von König Maha Vajiralongkorn. Sie gilt als mögliche Nachfolgerin für den Thron in Thailand. Nun ist die 44-Jährige beim Training mit ihrem Hund kollabiert. Die Ursache ihres Zusammenbruchs sollen Herzbeschwerden sein, teilte das Königshaus mit. Doch wer ist die ausländische Prinzessin eigentlich?

Die Prinzessin sei am Mittwoch bei einem Hundewettbewerb der Armee in der nordöstlichen Provinz Nakhon Ratchasima zusammengebrochen und habe das Bewusstsein verloren. Sie sei zunächst in einem Krankenhaus in der Stadt Pak Chong erstversorgt worden. Anschließend soll sie per Hubschrauber in das "King Chulalongkorn Memorial" in Bangkok eingeliefert worden sein.

Geht es der Prinzessin wirklich besser?

Von Seiten des Königs heißt es, dass sich ihr Zustand "bis zu einem gewissen Grad stabilisiert" habe. Die BBC berichtet, dass es Anhaltspunkte gibt, dass es der Prinzessin viel schlechter gehen könnte, als von offizieller Seite mitgeteilt wird.

Bajrakitiyabha ist eines von drei Kindern des thailändischen Königs mit einem formellen Titel. Obwohl in der offiziellen Thronfolge männliche Nachfolger verlangt werden, erlaubt ihr eine Verfassungsänderung von 1974, dass eine Tochter der königlichen Linien Königin werden kann, insofern kein Nachfolger benannt wurde. König Vajiralongkorn hat seit seinem Amtsantritt 2016 noch keinen offiziellen Nachfolger oder eine Nachfolgerin bestimmt. Sie wäre die erste Monarchin auf dem thailändischen Thron.

Prinzessin Bajrakitiyabha studierte in Thailand und den USA Jura und arbeitete anschließend als Diplomatin. So war sie für die Vereinten Nationen tätig und war von 2012 bis 2014 thailändische Botschafterin in Österreich. Im Februar 2021 hatte die Prinzessin eine leitende Position bei der Leibwache des Königs inne. Außerdem betreibt sie mehrere Stiftungen zur Resozialisierung von Strafgefangenen, insbesondere Frauen.

Haftstrafen für Kritik an dem Königshaus

Die Monarchie in Thailand ist hoch umstritten. Eigentlich hat das Land seit der Abschaffung in 1932 keine absolute Monarchie mehr. Trotzdem könnte Beobachtern zufolge ohne die Gunst des Königs in Bangkok keine Regierung erfolgreich sein. Ähnlich soll es dem Militär gehen, das seit einem Putsch in 2014 den Staat regiert.

Zusätzlich gibt es Vorwürfe daran, dass der König einen zu ausschweifenden Lebensstil führt und sich nicht genug für sein Land interessiere. Offiziell darf das im Land aber nicht ausgesprochen werden. Gegen Kritik am Königshaus können Haftstrafen von bis zu 15 Jahren verhängt werden. (rs)