Küchenmaschine

Statt Thermomix: Neue Roboter-Küche soll kochen und putzen

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Roboter-Koch im Einsatz: die weltweit erste "fully robotic kitchen" soll die Küchenwelt revolutionieren.

Roboter-Koch im Einsatz: die weltweit erste "fully robotic kitchen" soll die Küchenwelt revolutionieren.

Foto: Moley Robotics

Ein Roboter-Chefkoch soll Geräte wie den Thermomix alt aussehen lassen. Doch kann die Küche der Zukunft halten, was sie verspricht?

Berlin. Thermomix, KitchenAid und Co. – Küchenmaschinen erfreuen sich großer Beliebtheit, doch auch wenn sie durchaus hilfreich sein können, nehmen sie nie die gesamte Arbeit ab. Das will eine neuartige Roboter-Küche in Zukunft besser machen. Das Versprechen: Endlich wirklich keinen Finger mehr krumm machen zu müssen und dennoch frisches Essen zu Hause genießen.

Das vollautomatische, robotergesteuerte Küchensystem für Privatanwender wurde von der englischen Firma "Moley Robotics" und dem Erfinder Mark Oleynik entwickelt. Mit seiner nach eigener Aussage weltweit ersten "fully robotic kitchen" will das Unternehmen die Küchenwelt revolutionieren. Dazu arbeiten die Briten unter anderem mit dem deutschen Robotik-Spezialisten Schunk zusammen.

Die vollständig ausgestattete Küche inklusive Roboterarmen bietet ein großes Display, über das aus einem Portfolio von rund 5000 Rezepten gewählt werden kann. Diese sollen wortwörtlich Chefkoch-Niveau haben: Der TV-Koch Tim Anderson wurde von diversen Sensoren und Kameras bei seiner liebsten Tätigkeit erfasst und die Abläufe anschließend auf das Roboter-Küchensystem übertragen.

Youtube Roboter Küche

Roboter-Küche hat auch Nachteile gegenüber Thermomix

Die Moley-Küchen sind in verschiedenen Ausstattungen und Ausführungen erhältlich. Günstig wird das Kochen der Zukunft allerdings nicht – die Preise beginnen bei 150.000 Pfund (circa 175.000 Euro) pro Küche.

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Weiteres Manko: Derzeit kann Moley keine Produkte schneiden, da jeder Robotereinsatz mit Klingen aus Sicherheitsgründen eine zusätzliche Zertifizierung erfordere. "Wir arbeiten daran", teilt die Firma bei YouTube mit. Wer also wirklich gar nichts mehr tun will, müsste sich wohl zusätzlich zur Roboter-Küche auch noch einen Thermomix zulegen, denn der ist schließlich bekannt für das sekundenschnelle Zerkleinern von Zutaten.

Dafür soll sich die Roboter-Küche nach dem Kochen selbstständig aufräumen und reinigen. Das können Maschinen wie Thermomix und KitchenAid bisher nicht. Klarer Vorteil für den Robo-Chefkoch. Ab dem kommenden Jahr will Moley die Küchenrevolution ausliefern, Bestellungen werden bereits entgegengenommen. Der Slogan: "The future is served" (dt. "Die Zukunft ist angerichtet").

(amw)